Hamburg: Fahrerflucht kostet nicht unbedingt den Versicherungsschutz

Hamburg: Fahrerflucht kostet nicht unbedingt den Versicherungsschutz

Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt und damit Fahrerflucht begeht, muss nicht in jedem Fall fürchten, den Versicherungsschutz zu verlieren.

Tut der Fahrer etwas dafür, die Aufklärung des Unfallhergangs zu ermöglichen, ist ein Regress des Haftpflichtversicherers nicht ohne Weiteres möglich. Das hat das Landgericht Hamburg entschieden.

Zwar hatte in dem Fall eine Frau den Unfallort verlassen, ohne die Polizei zu rufen und auf den gegnerischen Fahrer zu warten, dessen geparktes Auto sie beschädigt hatte. Da sie aber ihre persönlichen Daten hinterlassen und Fotos vom Unfallort angefertigt hatte, könne man ihr nicht vorwerfen, das Aufklärungsinteresse des Versicherers verletzt zu haben.

Das Gericht kam unter anderem zu dem Schluss, dass auch die Polizei den Unfallhergang nicht besser hätte dokumentieren können. Daher muss die Frau die Kosten des Schadens nicht selbst tragen. (Aktenzeichen: LG Hamburg 331 S 71/10)

Mehr von Aachener Nachrichten