Dortmund: Bei der Unfallversicherung sind genaue Angaben Pflicht

Dortmund: Bei der Unfallversicherung sind genaue Angaben Pflicht

Wer von seiner Unfallversicherung nach einem Unfall Geld haben will, muss alle Fragen der Versicherung umfassend beantworten. Das gilt umso mehr, wenn das Unfallopfer zum Zeitpunkt des Unglücks betrunken war.

Nach Einschätzung des Landgerichts Dortmund muss der Versicherte in diesem Fall alle Fragen zum Alkoholkonsum beantworten. Andernfalls verliert er seinen Versicherungsschutz.

Im vorliegenden Fall war der Versicherte betrunken auf seinem Hof ausgerutscht und hatte sich dabei schwer verletzt. Der Notarzt war von einer Alkoholvergiftung ausgegangen, Zeugen hatten jedoch berichtet, dass der Mann schlicht ausgerutscht sei. Der Mann selbst hatte im Schadensformular nur vage Angaben gemacht. Vor Gericht konnte er seine Ansprüche deshalb nicht durchsetzen.

Das Gericht sah es als arglistig an, dass der Mann selbst keine Angaben zum Alkoholkonsum gemacht hatte, weil er damit Probleme bei der Regulierung des Schadens habe umgehen wollen. Und damit haben die Angaben des Mannes den gleichen Stellenwert wie eine Falschaussage, sodass die Versicherung leistungsfrei ist (Aktenzeichen: LG Dortmund 2 O 263/10).

Mehr von Aachener Nachrichten