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Düsseldorf/Heilbronn: Bei Autofahrt gefilmte Videos vor Gericht selten verwertbar

Düsseldorf/Heilbronn : Bei Autofahrt gefilmte Videos vor Gericht selten verwertbar

Bei Motorradfahrern sieht man sie öfter am Helm, und auch in Autos kommen sie zum Einsatz: Actioncams oder Dashcams, die während der Fahrt filmen. Kommt es zu einem Unfall, taugen die Videos aber meist nicht als Beweis vor Gericht. Darauf weist der Rechtsanwalt Michael Terhaag hin. „Solche Aufnahmen können nur ausnahmsweise vor Gericht zugelassen werden.”

Er verweist auf ein Urteil des Landgerichts Heilbronn (Az.: I 3 S 19/14). In dem verhandelten Fall hatte eine Dashcam bei einem Verkehrsunfall Teile des Geschehens aufgenommen. Doch die Richter ließen das Video nicht als Beweismittel zu.

Denn die Kamera zeichne stets eine Vielzahl unbeteiligter Personen auf, die keine Möglichkeit hätten, ihr Einverständnis zu den Filmaufnahmen zu geben. Daher verletzten derartige Videos das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Betroffenen.

(dpa)