1. Leben
  2. Recht

Coburg/Berlin: Bankberatungsprotokoll gilt bei Verlusten

Coburg/Berlin : Bankberatungsprotokoll gilt bei Verlusten

Wenn eine Bankkundin ihr Anlagevorhaben im Beratungsprotokoll als „ertragsorientiert” bezeichnet, kann sie hinterher bei Verlusten nicht das Gegenteil behaupten.

Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Coburg hervor, über die die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „Finanztest” (Ausgabe 11/2010) berichtet. In dem Fall klagte die Frau auf Rückabwicklung ihrer Beteiligung an einem Bio-Energie-Fonds. Die Risiken seien in der Beratung heruntergespielt worden.

Schon zuvor hatte sie bei derselben Bank in Aktienfonds, Geldmarktfonds, Immobilienfonds und weitere Fonds investiert. Die Richter sahen es daher als erwiesen an, dass es der Frau nicht in jedem Fall um eine äußerst sichere Anlage gegangen sei (Az.: 11 O 690/09). Sie habe schon mehrfach zuvor in Fonds unterschiedlicher Risikoklassen investiert. Und im Protokoll habe sie einer „ertragsorientierten” Anlageempfehlung zugestimmt.