Köln: Auto-Versicherung kann Zahlung bei Betrugsverdacht verweigern

Köln: Auto-Versicherung kann Zahlung bei Betrugsverdacht verweigern

Wenn ein vermeintlicher Vandalismusschaden an einem Auto den Schluss zulässt, dass es sich um eine vorgetäuschte Tat handelt, muss der Geschädigte das Gegenteil beweisen.

Das entschied das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen: 9 U 83/11). In dem Fall hatten Täter angeblich in die Kotflügel und die Motorhaube kleine Löcher geschlagen. Die Versicherung wollte nicht glauben, dass durch Vandalismus solche kleinen Schäden angerichtet werden, die sich problemlos wieder beseitigen lassen.

Das sah auch das Gericht so, es vermochte keinen typischen Vandalismusschaden zu entdecken. Die Richter sahen Anzeichen für einen Betrug des Versicherten, so dass die Versicherung nicht für den Schaden aufkommen musste.

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