Saarbrücken: Auch Sportamateure haben nur beschränktes Haftungsrisiko

Saarbrücken: Auch Sportamateure haben nur beschränktes Haftungsrisiko

Auch Amateure haben in sportlichen Wettkämpfen bei Verletzungen nur ein beschränktes Haftungsrisiko. Lediglich bei vorsätzlichem und grob fahrlässigem Verhalten können sie zu Schadenersatz und Schmerzensgeld herangezogen werden, wie das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) in Saarbrücken am Donnerstag mitteilte (Az.: 5 U 492/09-110 - Urteil vom 2.8.2010).

Ein Amateur-Fußballer war bei einem Freundschaftsspiel zwischen Alte-Herren-Mannschaften durch ein mit einer Gelb-Roten Karte geahndetes Foulspiel eines Gegenspielers verletzt worden. Das Landgericht wies seine Klage auf Zahlungen ab.

Auch die Berufung des Klägers beim OLG blieb ohne Erfolg, weil er kein vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten des Gegners nachweisen konnte. Schadensersatz und Schmerzensgeld könne es nur geben, wenn die im Wettkampf „erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße missachtet worden ist und das Verhalten des Gegenspielers schlechthin unentschuldbar war”, urteilte das OLG. „Leichte oder mittlere Fahrlässigkeit genügen nicht.”

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