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Köln: Anrufe zur Kundenzufriedenheit sind nur mit Einwilligung zulässig

Köln : Anrufe zur Kundenzufriedenheit sind nur mit Einwilligung zulässig

Verbraucher müssen Anrufe von Meinungsforschungsinstituten nicht klaglos hinnehmen. Das gilt auch, wenn sie zuvor Kunde des Unternehmens waren, das die Umfrage beauftragt hat. Dies entschied das Landgericht Köln (Az.: 6 U 191/11), wie der Deutsche Anwaltverein mitteilt.

In dem Fall hatte ein Rechtsanwalt die Windschutzscheibe an seinem Wagen hatte auswechseln lassen. Bei dem Auftrag wurde er auch nach seiner Mobilnummer gefragt. Kurz nach der Reparatur wurde er von einem Marktforschungsinstitut angerufen. Das Institut befragte ihn zu seiner Zufriedenheit mit der Abwicklung der Reparatur. Da der Anwalt sich durch den Anruf belästigt fühlte, klagte er.

Mit Erfolg: Es liege keine Einwilligung für den Anruf vor. Das Institut hätte den Mann daher nicht anrufen dürfen, entschied das Gericht. Er werde durch den Anruf in unzumutbarer Weise belästigt. Auch eine Frage nach der Zufriedenheit stelle Werbung dar.

(dpa)