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Tipps für ein nachhaltigeres Leben

Ohne großen Verzicht : Tipps für ein nachhaltigeres Leben

Nachhaltigkeit ist mittlerweile in aller Munde, doch ein grüner Alltag scheint für viele eine Herausforderung zu sein. Dabei gibt es zahlreiche kleine Veränderungen, die große Wirkungen haben können.

Die besten Tipps für ein nachhaltigeres Leben in den verschiedenen Alltagsbereichen. Dies bedeutet keinesfalls Verzicht oder großartige Einschränkungen.

Nachhaltig einkaufen

Umweltfreundliches Einkaufen betrifft verschiedene Aspekte:

Lebensmittel aus der Region und Saison einkaufen

Es beginnt damit, regionale und saisonale Lebensmittel auszuwählen. Bei Obst und Gemüse, das aus der Region stammt, sind die Transportwege kurz, sodass für eine gute CO2-Bilanz gesorgt und die Umwelt geschont wird. Haben die Lebensmittel gerade Saison, ist die Lagerungszeit kurz und somit der Energieverbrauch geringer.

Bio-Lebensmittel

Die regionalen Lebensmittel sollten biologisch angebaut sein, da für ihre Herstellung keine chemischen Düngemittel, Pestizide etc. erlaubt sind und die Tiere unter besseren Bedingungen gehalten werden.

Bestimmte Inhaltsstoffe meiden

Vor allem Palmöl, das die Abholzung des Regenwaldes fördert, steckt in vielen Lebensmitteln und Kosmetikprodukten. Diese Zutat sollte gemieden werden. Das Gleiche gilt für Tenside, Parabene und Polymere, deren Basis Erdöl bzw. Kunststoff ist.

Auf Plastik verzichten

Unsere Ozeane gleichen einem Plastikendlager, denn jedes Jahr gelangen mehr als zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle in die Weltmeere. Zahlreiche Tierarten kommen dadurch zu Schaden. Meeresschildkröten verwechseln die Kunststofftüten mit Quallen und verenden somit. Viel vom Müll landet auch im Magen der Fische, Wale und Seevögel. Plastik wird aus Erdöl, Erdgas oder anderen fossilen Rohstoffen hergestellt. In der Umwelt dauert die Zersetzung zum Teil hunderte Jahre. Mikroplastik ist mittlerweile sogar im Trinkwasser und in den Lebensmitteln zu finden. Daher ist es wichtig, den eigenen Plastikkonsum zu verringern:

Keine Plastiktüten

Wenn Sie mit einem Korb, Stoffbeutel und Aufbewahrungsdosen einkaufen gehen, können Sie auf Plastiktüten verzichten. Kaufen Sie lose Ware, statt verpackte Lebensmittel, um Verpackungsmüll zu verringern. Es gibt spezielle Unverpackt-Läden, in denen mitgebrachte Behälter aufgefüllt werden. Daneben ist es wichtig, gezielt einzukaufen, um weniger wegzuwerfen.

Plastikflaschen und -geschirr meiden

Müssen es unbedingt Einwegflaschen und Plastikgeschirr sein? Wahrscheinlich nicht, denn das Geschirr und Besteck kann auch abgewaschen werden und so lässt sich auf diese Weise der Plastik-Verbrauch erheblich reduzieren. Statt schwere Mineralwasser-Flaschen zu tragen, können Sie Leitungswasser trinken. Es enthält hierzulande sehr viele Nährstoffe und ist sauber. Mit Trinkflaschen aus Edelstahl können Sie es überall mit hinnehmen. Joghurt ist auch im Mehrwegglas erhältlich, das generell umweltfreundlicher ist als Einweg-Flaschen und Behälter. Getränke können Sie in Mehrwegflaschen kaufen. Verwenden Sie ein Stück Seife statt Flüssigseife, um Müll zu sparen.

Guter Tipp: Müll richtig trennen

Plastik, Glas und Papier können nur recycelt und wieder verwertet werden, um Energie und Wasser zu sparen, wenn Sie es richtig trennen.

Ohne Chemie putzen

Über die verschiedensten Putzmittel gelangen jedes Jahr riesige Mengen an Chemie in das Abwasser. Kläranlagen gelingt es nur mit immer aufwändigeren Techniken die Umweltbelastung zu kontrollieren. Daher empfiehlt es sich, keine aggressiven, sondern biologische Reinigungsmittel zu verwenden. Auch Hausmittel wie Backpulver, Essig und Zitronensäure wirken wahre Wunder. Kalk können Sie zum Beispiel mit Essig entfernen.

Tierische Lebensmittel in Maßen

In Deutschland isst pro Jahr jeder durchschnittlich 50 bis 60 Kilogramm Fleisch, doppelt so viel, wie Gesundheitsexperten empfehlen. Es sollte viel weniger und dafür in besserer Qualität gekauft werden. Ein hoher Fleischkonsum schadet der Umwelt, denn Tiere aufwachsen zu lassen, erfordert viel Energie und Wasser. Ganz zu schweigen von den qualvollen Bedingungen, unter denen es häufig geschieht. Daher sollten Sie Hinweise zur Haltung und Fütterung beachten.

Die Massentierhaltung verursacht die meisten Treibhausgase: Rinder stoßen beispielsweise viel Kohlendioxid aus und für die Herstellung von Tierfutter werden Regenwaldflächen gerodet. Dadurch verringert sich die CO2-Kompensation durch die Bäume. Neben den ökologischen Faktoren kommt ein weitestgehender Verzicht auf Fleisch zudem der Gesundheit zugute. Das Gleiche gilt für weitere tierische Lebensmittel wie Milch, Käse und Eier. Auch diese sollten in Maßen verzehrt werden. Auf den Flächen, auf denen sie produziert werden, könnten pflanzliche, gesündere Nahrungsmittel angebaut werden.

Handys und Batterien richtig entsorgen

Elektroschrott ist ein großes Problem, da einige Bestandteile giftig sind. Batterien und Handys müssen speziell entsorgt werden. Sie gehören keinesfalls in den Hausmüll. Bringen Sie diese zum Wertstoffhof oder zu anderen Sammelstellen. Überall, wo Sie Batterien kaufen können, werden sie auch zurückgenommen. Das Gleiche gilt bei Elektrogeräten wie Handys: Durch das Elektrogesetz sind die Elektronikhersteller dazu verpflichtet, defekte Geräte zurückzunehmen, um sie zu recyclen.

Kleidung bewusst kaufen

Eine gute Wahl ist vegane Mode, die aus nicht-tierischen und nachhaltigen Materialien gefertigt wird. Aus Kunststoffkleidung können sich Mikrofasern aus dem Kunststoff lösen. Die Waschmaschine und Kläranlage filtern diese nicht. Daneben empfiehlt es sich, nicht so oft und lieber bessere Kleidung zu kaufen. Umweltfreundlich ist zudem Secondhand, also der Kauf von gebrauchter Kleidung.

Strom sparen

Wenn Sie Elektrogeräte kaufen, sollten Sie die Effizienz und den Verbrauch beachten. Ideal ist ab A+. 15 bis 20 Prozent des Stromverbrauchs der Elektrogeräte werden im Standby-Modus verbraucht. Abhilfe schaffen abschaltbare Steckerleisten. Eine gute Idee ist es außerdem, zum Öko-Strom-Anbieter zu wechseln.

Nachhaltig zu leben, ist wichtig und das Gute ist: Es ist auch sehr einfach, wie diese vielen Beispiele zeigen. Jeder Einzelne kann mit wenig Aufwand und geringen Veränderungen mehr Nachhaltigkeit in den Alltag bringen.