Nachhaltigkeit kann Geld sparen: So geht's

Ressourcen schonen : Nachhaltigkeit kann Geld sparen: So geht's

Von Nachhaltigkeit wird immer wieder gesprochen. Das ist auch gut so, denn um die Umwelt und das Klima zu schützen, ist ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen notwendig.

Vielfach kommt jedoch gleich der Glaube auf, dass Nachhaltigkeit mit höheren Kosten einhergeht. Der Gedanke ist verständlich, denn obgleich es sich mittlerweile geändert hat, kosteten Bio-Produkte früher deutlich mehr als konventionelle Waren. Natürlich sind einige nachhaltige Produkte teurer, doch wer bei sich selbst auf die Nachhaltigkeit achtet, der kann Geld sparen.

Nachhaltige Waren im Alltag - so spart man

Bei Alltagswaren gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sind die Produkte an sich schon günstiger, oder aber, der Einkaufspreis ist höher, dafür können Verpackungen wieder- oder weiterverwendet werden. Einige Beispiele:

  • Toilettenpapier - Recyclingpapier ist häufig immer noch deutlich günstiger als die konventionelle Variante. Dabei hat das recycelte Papier heute kaum noch Ähnlichkeit mit dem grauen und oft harten Papier, das es einst gab. Was für Toilettenpapier gilt, trifft natürlich auch auf Küchentücher oder Taschentücher zu.
  • Unverpackt - nicht jeder hat diese speziellen Läden bei sich, doch selbst in den meisten Supermärkten oder Discountern gibt es mittlerweile unverpackte Produkte. Wer die Möglichkeit hat, kann sich gezielt die Menge an Lebensmitteln oder anderen Gütern abfüllen, die benötigt wird. In anderen Geschäften gibt es die Option zumindest bei Obst und Gemüse. Der Spareffekt liegt hier darin, dass gezielte Mengen eingekauft werden können und nicht ständig Lebensmittel entsorgt werden.
  • Netze - die Gazenetze für Obst und Gemüse gibt es längst in den meisten Supermärkten. Sie sind praktisch, denn durch sie lässt sich Plastikmüll vermeiden. Wer jedoch online schaut, findet diese Netze auch in größerer Ausführung wahlweise gestrickt oder gewoben. Diese Netze bieten sich nicht allein für Obst und Gemüse an, sie helfen notfalls auch als Einkaufsbeutel aus. Und schon wieder wird der Kauf der Tasche eingespart.
  • Joghurt und Milch - oder auch andere Lebensmittel, die es in Gläsern gibt. Der Spareffekt kommt durch die Weiterverwendung der Gläser oder Flaschen und der möglichen Einsparung von neuen Dekorationen. Sie können als Vasen genutzt werden - vielleicht schön bemalt oder beklebt. Die Gläser bieten sich auch als kleine Anzuchttöpfe für Pflanzen an.

Nachhaltigkeit im Büro: so geht’s

Auch im Büro lässt sich die Nachhaltigkeit leben und letztendlich sparen. Als Beispiel dient das hauseigene Büro, wer selbstständig ist, kann die Punkte auch im Unternehmen umsetzen:

  • Energie einsparen - das geht an vielen Stellen, selbst ohne die Geräte direkt auszutauschen. Ein maßgeblicher Faktor ist bereits die Beleuchtung. Wer diese auf LED umstellt, der spart automatisch Energie und Geld. Gleichfalls sollte überlegt werden, ob das Büro wirklich so kuschelig warm sein muss, dass im Winter noch mit einem T-Shirt gearbeitet werden kann. Die Heizung nur um einen Grad herunterdrehen, spart schon viel Energie.
  • Refill-Toner - ob Toner oder Patronen: Beide Varianten gibt es längst in der Refill-Variante. Die Kartuschen und Toner werden vor der Wiederbefüllung gereinigt und überprüft, eventuell verbaute Chips ordnungsgemäß zurückgesetzt. Die neu befüllten Patronen und Toner stehen in der Regel in ihrer Qualität neuen Produkten nicht nach und sind darüber hinaus deutlich günstiger. Zudem bieten die Refiller die Rücknahme der verbrauchten Kartuschen an. Übrigens: Weder Toner noch Kartuschen sollten über den Hausmüll entsorgt werden. Einmal können sie so nicht recycelt oder wiederverwendet werden, auch schadet die unsachgemäße Entsorgung der Umwelt. In der Regel nehmen alle Tonershops oder größere Elektromärkte gebrauchte Patronen an.
  • Papier - selbst Recyclingpapier sieht heute klasse aus. Noch besser ist es natürlich, möglichst auf Papier zu verzichten und das Büro möglichst virtuell zu führen.

Manchmal sind es schon die kleinen Dinge, die nachhaltig und sparend sind. Das Licht sollte nicht unnötig brennen, Geräte auf Standby sollten möglichst ausgeschaltet werden.

Nachhaltigkeit in der Mobilität

Das ist wohl der größte Streitpunkt vieler, sobald es um die Nachhaltigkeit geht. Fakt ist, dass niemandem das geliebte Auto weggenommen werden soll. Fakt ist aber auch, dass nicht nur die Städte mit Millionen ständig geparkter Fahrzeuge verstopfen und dass viele Wege wirklich nicht mit dem Auto bewältigt werden müssen. Und da sich viele Verbraucher allgemein viel zu wenig bewegen, dient Nachhaltigkeit in diesem Bereich durchaus der eigenen Gesundheit - und lässt nicht nur den Kontostand wachsen, sondern die Pfunde purzeln. Einige Tipps:

  • Gut zu Fuß - gerade die kleinen Wege lassen sich wirklich zu Fuß erledigen. Ist es notwendig, mit dem Auto beim Bäcker fünfhundert Meter von der Haustür entfernt vorzufahren, um die Sonntagsbrötchen zu kaufen? Auch kleinere Einkäufe lassen sich gut mit dem Rucksack zu Fuß erledigen, sofern es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt.
  • Es rollt - für weitere Wege bietet sich mitunter das Rad an. Allerdings ist dieser Tipp mit Einschränkungen versehen, denn ungeübte Radfahrer sollten sich lieber nicht in die Innenstädte wagen.
  • Bus und Bahn - wer in einer solide ausgebauten Region lebt, der sollte überlegen, ob nicht die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich günstiger sind als das Auto.
  • Ohne Auto - wird das Auto ohnehin selten bewegt? Wie wäre es dann, ganz auf das Gefährt zu verzichten? Für größere Einkäufe bieten sich immer noch Carsharing-Anbieter an. Natürlich funktioniert das wieder in den Städten und nur bedingt auf dem Land.

Rund um das Auto ist immer die persönliche Situation zu berücksichtigen. Wer täglich je Strecke 250 Kilometer zur Arbeit fährt, der kann selten auf den Wagen verzichten. Auch auf dem Land ist es nicht einfach, allein mit dem Rad oder zu Fuß zum gewünschten Ziel zu kommen. In Randlagen von Städten oder in Städten selbst ist das allerdings selten ein Problem.

Nachhaltig und gesünder leben

Wer sich einmal bewusst mit der Nachhaltigkeit befasst, der lebt später nicht selten gesünder, da beispielsweise Lebensmittel viel mehr hinterfragt werden. Aber auch der Verzicht auf das Auto hin und wieder unterstützt die Gesundheit. Jeder Meter, den wir uns heute bewegen, stärkt den Organismus. Als genialer Nebeneffekt tritt dann gerne ein Gewichtsverlust auf, etwas, über das sich wohl nur wenige Menschen wirklich beklagen würden.

(vo)
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