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Nachhaltigkeit als Gegentrend zu „Fast Fashion”

Mode : Nachhaltigkeit als Gegentrend zu „Fast Fashion”

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für mehrmals verwendbare Alternativprodukte gegenüber den üblichen Wegwerfartikeln. Das liegt auch an den negativen Schlagzeilen der letzten Monate.

Immer wieder wird veröffentlicht, dass Kleidung aus Überproduktionen vernichtet wird. Diese Verschwendung wird von immer mehr Menschen nicht mehr toleriert. Als Gegentrend dazu entwickelt sich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

Was ist eigentlich „Fast Fashion“?

Kurz gesagt bezeichnet „Fast Fashion“ schnell und häufig wechselnde Produktionen. Hochwertige Designer entwerfen pro Modejahr zwei Kollektionen, eine für Frühjahr und Sommer und eine für Herbst und Winter. Zahlreiche Billighersteller jedoch setzen auf mehr Abwechslung. Ständig soll es neue Trends geben. So kommt es dazu, dass diese jährlich bis zu 24 Kollektionen auf den Markt bringen. Natürlich geht es dabei auch darum, die Wünsche der Kunden zu erfüllen, aber es steckt auch eine profitorientierte Strategie dahinter.

Der schnelle Wechsel der Kollektionen wird nur durch eine beschleunigte Produktion ermöglicht. Um die Modelle möglichst günstig auf den Markt zu bringen, erfolgt die Herstellung in sogenannten Billiglohnländern. Hier arbeiten die Menschen zu Hungerlöhnen und häufig auch unter menschenunwürdigen Bedingungen. Billige Kleidung wird natürlich gekauft, aber schon nach ein paar Mal Tragen landet sie im Müll. Genau hier setzt das Bewusstsein der Menschen an.

Warum ein Shirt im tadellosen Zustand wegwerfen? Da es günstig war, liegt die Hemmschwelle dafür relativ niedrig. Heute denken viele Menschen bereits um und legen mehr Wert auf Qualität, aber auch auf Nachhaltigkeit und Ökologie.

Uniquer Style mit handgefertigten Produkten

Jeder möchte seinen ganz persönlichen Stil haben. Besonders durch die Kleidung lässt sich hierbei viel dazu beitragen. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, gerade was Bekleidung betrifft. Aber DIY macht sich immer mehr Rang und Namen in der Gesellschaft. Selbstgefertigte Textilien erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Ein selbst entworfenes und geschneidertes Shirt verleiht dem Träger ein hohes Maß an Individualität und trägt dazu bei, sich von der breiten Masse abzuheben.

Wem das nötige Geschick für den Umgang mit Nadel und Faden fehlt, der wird mit handgefertigten Produkten bedient. Diese werden nach Kundenwunsch hergestellt. Bügeletiketten verleihen jedem Teil eine individuelle Note und etablieren einen hohen Wiedererkennungswert.

Mehrmals verwendbare Alternativprodukte für mehr Nachhaltigkeit

Nicht nur bei der Bekleidung, auch in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens zeigt sich schnell das typische Bild unserer Wegwerfgesellschaft. Hygieneartikel, Produkte für die Körperpflege, Baby- und Kinderartikel – schnell türmt sich ein hoher Berg an Abfall an. Dabei geht es auch anders. Wegwerfpads für die Körperpflege lassen sich durch wiederverwertbare Pads aus Frottee ersetzen. Das spart nicht nur Müll, sondern im Laufe der Zeit auch Geld.

Dasselbe gilt für Damenhygieneartikel wie Binden oder auch für Babywindeln. Stoffwindeln für Babys kannten schon unsere Großmütter, aber leider haben sich Wegwerfwindeln immer mehr durchgesetzt. Greifen Menschen wieder vermehrt auf Stoffwindeln zurück oder ersetzen Wegwerfbinden durch waschbare Stoffbinden, so bleibt einerseits der Müllberg klein, andererseits hält sich auch mehr Geld im Portemonnaie.

Alternativ zur Plastiktüte bieten sich Stoffbeutel als Einkaufstaschen an. Abwaschbare Wachstücher als Schüsselabdeckungen anstatt Alufolie vermeiden zusätzlichen Müll und schonen Ressourcen. Die Möglichkeiten, durch wiederverwendbare Produkte Abfall und Geld zu sparen, sind vielfältig. Die Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen und findet auch bei Textilien und Bekleidung immer mehr Anklang.

Nachhaltigkeit im täglichen Leben

Die Nachhaltigkeit beeinflusst viele Bereiche des täglichen Lebens:

  • Bekleidung – handgefertigte Produkte anstelle von Billigkleidung verleiht Individualität auch weit über bestehende Modetrends hinaus
  • Kosmetik – Pads aus Frottee als waschbare und wiederverwertbare Alternative zum Wattepad
  • Körperpflege – Damenbinden aus Stoff sind nicht nur günstig, sondern auch nachhaltig
  • Baby und Kind – Stoffwindeln bieten denselben optimalen Schutz wie Wegwerfwindeln, kosten aber deutlich weniger und die Müllberge bleiben auch klein
  • Küche – anstelle von Alufolie und Frischhaltefolie eignen sich waschbare Wachstücher als Abdeckung für Schüsseln und Lebensmittel
  • Einkaufen – Plastiktüten lassen sich durch Stoffbeutel ersetzen

Mit diesen wenigen Veränderungen lassen sich schon wichtige Schritte weg von Fast Fashion und hin zu mehr Nachhaltigkeit machen.