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Berlin/Siegburg: Zusätzliche ärztliche Untersuchung für Kleinkinder beschlossen

Berlin/Siegburg : Zusätzliche ärztliche Untersuchung für Kleinkinder beschlossen

Zur Früherkennung von Krankheiten bei Kleinkindern wird es künftig eine zusätzliche Untersuchung auf Kassenkosten geben. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G- BA) am Donnerstag in Siegburg bei Bonn.

Die zusätzliche Untersuchung zwischen dem 34. und dem 36. Lebensmonat soll eine Lücke in den bisherigen Untersuchungen schließen und sicherstellen, dass Kinder künftig ab der Geburt mindestens in jährlichem Abstand dem Arzt vorgestellt werden können. Der Beschluss kann in Kraft treten, wenn das Bundesgesundheitsministerium keine Einwände erhebt.

Die U7a genannte Untersuchung soll helfen, möglichst frühzeitig Sehstörungen oder deren Risikofaktoren zu erkennen. Durch die weitere Untersuchung erwarte man „positive Effekte auf die Teilnehmerrate der Früherkennungsuntersuchungen für Kinder insgesamt”. Zudem solle damit sichergestellt werden, dass „sonstige Auffälligkeiten” möglichst frühzeitig entdeckt und behandelt werden können.

Das Kinderfrüherkennungsprogramm gehört seit 1971 zum Leistungskatalog der Krankenkassen. Mit der U7a gibt es künftig insgesamt zehn ärztliche Untersuchungen für Kleinkinder, von denen die erste unmittelbar nach der Geburt erfolgt.