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Frankfurt/Main: Zeitung: Krankenkassen werden vorerst nicht teurer

Frankfurt/Main : Zeitung: Krankenkassen werden vorerst nicht teurer

Die große Mehrheit der rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten bleibt zum Jahreswechsel voraussichtlich von Beitragserhöhungen verschont.

Das berichtete die „Frankfurter Rundschau” unter Berufung auf eine Umfrage bei den wichtigsten deutschen Krankenkassen. „Wir halten den Beitragssatz 2008 stabil”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse (BEK), Johannes Vöcking, dem Blatt. Die BEK versorgt der Zeitung zufolge derzeit rund sieben Millionen Menschen.

Auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), bei denen fast 25 Millionen Bürger versichert sind, gingen im Gegensatz zu den beiden Vorjahren jetzt nicht von Steigerungen aus, schrieb das Blatt. Mit Blick auf die jüngsten Überschüsse ließen sich für 2008 „weiterhin stabile Beitragssätze” vorhersagen, sagte der Sprecher des AOK-Bundesverbandes, Udo Barske, der Zeitung.

Ähnlich äußerte sich dem Blatt zufolge Joachim Odenbach von den Innungskrankenkassen (IKK), die sechs Millionen Versicherte haben. Auch die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) beantwortet die Frage nach Anhebungen der Tarife für ihre 6,2 Millionen Kunden zum Jahreswechsel mit einem Nein.

Noch nicht entschieden habe sich die Techniker Krankenkasse (TK), schreibt die Zeitung. Ob demnächst an der Beitragsschraube gedreht werden müsse, hänge unter anderem davon ab, in welchem Umfang die TK andere Kassen im Rahmen des Solidarausgleichs unterstützen müsse, sagte TK-Sprecherin Dorothee Meusch.

Ihr Kollege Florian Lanz vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) sagte, er wolle für seine 183 Mitgliedsunternehmen mit 14 Millionen Versicherten einzelne Anhebungen heute nicht ausschließen - auch wenn es insgesamt für 2008 gut aussehe.

Das Blatt schrieb, etwa 18 überwiegend kleinere Betriebskassen könnten zum Jahreswechsel ihre Sätze erhöhen. Dies werde sich jedoch nicht auf das allgemeine Beitragsniveau auswirken. In der Vergangenheit hatten teilweise drastische Beitragssprünge verbreitet Unmut ausgelöst.