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Berlin: Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen geht weiter zurück

Berlin : Zahl der Tuberkulose-Erkrankungen geht weiter zurück

Die Zahl der Tuberkulose-Fälle in Deutschland ist weiter rückläufig. 2008 erkrankten 4543 Menschen an Tuberkulose, das waren 455 Patienten weniger als im Jahr zuvor, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag in Berlin mitteilte.

Die Zahl der Todesfälle fiel mit 155 allerdings leicht höher aus als 2007 (147). Nach wie vor infizierten sich Männer weitaus häufiger mit der Krankheit als Frauen. Auf 100.000 Einwohner gerechnet steckten sich 6,9 Männer mit Tuberkulose an, während die Zahl der infizierten Frauen bei 4,2 lag.

Die Zahl der Neuerkrankungen fällt nach Angaben des RKI regional deutlich unterschiedlich aus. Gerade in Ballungsräumen steckten sich Menschen verhältnismäßig häufiger mit Tuberkulose an als in bevölkerungsärmeren Gebieten. Das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen war im Jahr 2008 Hamburg mit 9,0 Fällen pro 100.000 Einwohner. Es folgten Berlin (8,2), Hessen, Bremen (beide 6,8) und Nordrhein-Westfalen mit 6,4 Fällen.

Rund 80 Prozent der Patienten litten laut RKI an Lungentuberkulose (3504 Fälle). Ausgelöst wird die Krankheit durch Bakterien, die durch Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten oder Niesen, übertragen werden. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Krankheit tödlich verlaufen. Symptome sind Gewichtsabnahme, Fieber, vermehrtes Schwitzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Husten und Atemnot.