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Münster: Zahl der Masernerkrankungen in NRW auf niedrigem Niveau

Münster : Zahl der Masernerkrankungen in NRW auf niedrigem Niveau

In Nordrhein-Westfalen gibt es bislang keine Anzeichen für eine Masernepidemie.

In diesem Jahr seien bisher 32 Erkrankungen gemeldet worden, sagte Kirsten Bradt vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit der Nachrichtenagentur ddp in Münster. Ein Schwerpunkt - etwa ein Drittel der Fälle - werde aus Ostwestfalen-Lippe gemeldet. Ansonsten seien spezielle Schwerpunkte nicht erkennbar, hieß es.

Die Zahl der Erkrankungen liegt damit deutlich unter der Masernepidemie des Jahres 2006, als mehr als 1700 Fälle bekannt geworden waren und zwei Kinder an den Folgen der Krankheit starben. Nach Angaben von Bradt dürfte der Rückgang der Zahlen eine Folge der unter anderem vom Land gestarteten Impfkampagne sowie der Tatsache sein, dass durch die Epidemie die Zahl der vor dem Masernvirus nicht geschützten Personen zurückgegangen sei.

Dennoch rät die Expertin weiterhin, dass die Bürger ihren Impfschutz überprüfen und sich gegebenenfalls wegen einer Impfung an einen Arzt wenden. Gerade jüngere Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahre sollten daran denken, dass auch sie noch an Masern erkranken können, betonte Bradt. Sinnvoll sei eine Impfung zudem, weil die Krankheit hochansteckend sei.

Den Angaben zufolge beginnen Masern meist mit einem wässrigen Schnupfen oder grippalen Infekt. Nach vier Tagen entwickle sich zudem ein Hautausschlag, und die Augen fingen an, sich zu röten. Folgeerkrankungen seien oft Entzündungen am Mittelohr oder der Lunge. Aber auch Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen könnten durch die Masern verursacht werden und Langzeitschäden verursachen.