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Brüssel: Wird BSE-Auslöser Tiermehl bald wieder erlaubt?

Brüssel : Wird BSE-Auslöser Tiermehl bald wieder erlaubt?

Stillschweigend und ohne öffentliches Aufheben versucht die EU-Kommission, das einst als BSE-Auslöser verbannte Tiermehl wieder auf den Höfen zuzulassen.

In Brüssel wurde am Montag auf Anfrage bestätigt, dass man nach einem Vorstoß des Wirtschafts- und Sozialausschusses der EU eine 1,7 Millionen Euro teure Studie in Auftrag gegeben habe, um eventuelle Gefahren ausschließen zu können.

Neuere Untersuchungen, auf die sich der Ausschuss bezieht, belegen offenbar, dass das von Nichtwiederkäuern stammende Tiermehl durchaus „ohne Gefahr für die menschliche Gesundheit” an Schweine und Geflügel verfüttert werden könnte. Gedacht ist dabei an eine Lösung, die so genannten Kannibalismus ausschließt.

Demnach dürfte Futtermehl, das aus Hühnerkadavern gewonnen wurde, nur an Schweine bzw. Schweine-Tiermehl nur an Hühner verfüttert werden. Von Rindern stammendes Futter soll weiterhin verboten bleiben.

Die EU hatte schon 1994 erstmals ein Verbot des eiweißreichen Futters an Wiederkäuer durchgesetzt. Nach dem BSE-Skandal wurde 2001 ein generelles Futterverbot erlassen. Der Grund: Der BSE-Erreger hätte beim Transport, der Herstellung oder Lagerung der toten Tierleiber verschleppt werden können.