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Wie Sie den Beckenboden nach der Schwangerschaft stärken können

Rückbildung : Wie Sie den Beckenboden nach der Schwangerschaft stärken können

Es gibt Themen, über die die Gesellschaft kaum spricht. Besonders wenn Frauen ein Kind auf die Welt gebracht haben, wird vor allem auf den niedlichen kleinen Erdenbürger eingegangen, statt auf die Mutter und ihre Bedürfnisse.

Dabei macht sie hormonell und körperlich nach der Entbindung einen kompletten Wandel durch und verdient Unterstützung in allen Lebensbereichen.

Machen Sie sich bewusst, nicht allein zu sein

Psychische Gesundheit sieht man Menschen nicht an. Dabei ist sie gerade nach einer Schwangerschaft so wichtig, denn familiäre Probleme können zu Scheidung oder Alkoholsucht führen. Soweit müssen Sie es nicht kommen lassen. Wenden Sie sich mit den von der Gesellschaft tabuisierten Themen an Hebammen und sprechen Sie mit anderen Müttern. Wenn Sie auf die Schnelle keine geeignete Hebamme finden, haben Sie die Möglichkeit, im Hebammemforum nach Rat zu fragen und sich auszutauschen. Denken Sie immer daran, dass sie nicht die einzige Mutter sind, die ihr erstes Kind bekommt. Viele Frauen sind mit den neuen Themen überfordert und hilflos. Sich Hilfe zu holen ist also der natürlichste Weg, den es gibt.

Wie Sie Ihren Beckenboden stärken können

Der schwache Beckenboden nach der Entbindung ist beispielsweise ein Thema, das aufgrund seiner unangenehmen Begleiterscheinungen häufig vermieden wird. In der Regel ist es nach einer gynäkologischen Absprache jedoch bereits nach wenigen Wochen Pause kein Problem, die Muskulatur in dem Bereich wieder zu stärken. Viele Frauen helfen durch die Verwendung von Liebeskugeln nach. Je nach Größe und Gewicht helfen sie nach und nach dabei, die Muskulatur des Beckenbodens zu stärken. Sie sind leicht zu reinigen und können gleichzeitig für mehr Ausgeglichenheit im Alltag sorgen.

Tragen Sie sie ungefähr 15 Minuten beim Aufräumen, gehen Sie damit einkaufen oder nutzen Sie sie beim Duschen. Hauptsache Sie bleiben in Bewegung, damit Ihr Beckenboden auch wirklich trainiert wird. Vermeiden Sie es, nach der Geburt schwere Gegenstände zu tragen oder hochzuheben. Hier ist Hilfe unumgänglich, wenn Sie schnell wieder zu Ihrer Ursprungsmuskulatur zurück möchten. Treiben Sie Sport, bei dem eine Druckerhöhung im Bauchbereich vermieden wird. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten, wie Laufen oder Schwimmen.

Neben dem Ziel des Muskelaufbaus tun Sie etwas für Ihr Immunsystem und reduzieren kontinuierlich die in der Schwangerschaft zugenommenen Kilos. Haben Sie vor der Schwangerschaft Kampfsport gemacht oder beispielsweise Tennis gespielt, warten Sie damit lieber noch, um Ihrem Körper keinen Schaden zuzufügen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit an Rückbildungskursen teilzunehmen oder die Übungen aus Videos im Internet zu Hause nachzumachen. Bereits nach zwei bis vier Wochen regelmäßigem Training können Sie erste Erfolge spüren. Die Dauer der Rückbildung ist jedoch sehr individuell. Als Faustformel gilt, dass der Körper genauso neun Monate braucht, wie er auch gebraucht hat, um sich für die Geburt bereit zu machen. Bleiben Sie also geduldig und führen die Übungen regelmäßig durch.
Wie auch die Rückbildung, sollten alle Themen um die Schwangerschaft und um die Geburt herum zum Alltag gehören und nicht tabuisiert werden. Setzen Sie sich mit Ihrem Körper auseinander, tauschen Sie sich mit anderen Müttern aus und geben Sie sich bei allem die Zeit, die sie brauchen.

(vo)