1. Leben
  2. Gesundheit

Berlin: Viele Deutsche sind zu faul, um Sport zu treiben

Berlin : Viele Deutsche sind zu faul, um Sport zu treiben

Die Deutschen bewegen sich viel zu wenig. Nach einer neuen Studie treibt nur jeder fünfte Bundesbürger regelmäßig Sport, zwei Drittel verbringen ihre Freizeit am liebsten zu Hause auf dem Sofa.

Rückenschmerzen, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten aber in der Regel durch Bewegung und gesunde Ernährung vermieden werden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Untersuchung. Dadurch könnten im Gesundheitssystem rund 70 Milliarden Euro eingespart werden.

Der Studie zufolge treibt rund ein Fünftel der Bevölkerung nie Sport, ein weiteres Viertel nur selten. Die sportliche Aktivität nimmt mit zunehmenden Alter deutlich ab. Auch Bildungsgrad und Einkommen haben Einfluss auf die Bewegung. Während zwei Drittel der Befragten mit einem Einkommen über 3.000 Euro angaben, mindestens eine Stunde pro Woche Sport zu treiben, war es unter den Befragten mit einem Einkommen unter 1.000 Euro nur ein Drittel. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei einem Vergleich von Hochschul- und Hauptschulabgängern.

Laut Studie steigert Bewegung das Wohlbefinden. Während rund drei Viertel aller befragten Leistungssportler ihren Gesundheitszustand als sehr gut einschätzten, war es unter den „Antisportlern” nur ein Viertel. Befragte, die gar keinen Sport treiben, berichteten auch mehr als doppelt so häufig von Rückenerkrankungen, Schlafstörungen, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie jene, die sich regelmäßig bewegen. Dass Sport gesund ist, wussten aber fast alle Befragten.

Als größte Hürde gaben die meisten zu wenig Zeit durch Beruf und Familie und fehlende innere Motivation an. Die Studie wurde im Auftrag der Techniker Krankenkasse vom Frankfurter F.A.Z.-Institut erstellt. Für sie wurden rund 1.000 Bundesbürger befragt.