1. Leben
  2. Gesundheit

Köln: Vereisen oder verätzen: Was gegen Warzen hilft

Köln : Vereisen oder verätzen: Was gegen Warzen hilft

Warzen werden vornehmlich auf zwei Weisen bekämpft: Mit flüssigem Stickstoff oder mit Salicylsäure. Laut den meisten Studien gebe es keine großen Unterschiede im Behandlungserfolg, erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Wird die Warze vereist, spricht man von einer Kryotherapie. Flüssiger Stickstoff zerstört die Zellen in der oberen Hautschicht. Ein Arzt drückt das sehr kalte Gemisch meist mehrmals im Abstand von mindestens einer Woche mit einem Wattestäbchen mehrere Sekunden lang auf die Warze oder sprüht es auf.

Nachteile sind, dass die Behandlung etwas wehtut und sich häufig eine Blase auf der Haut bildet sowie manchmal eine Narbe zurückbleibt. Diese sei aber oft nach einiger Zeit kaum noch sichtbar, so das IQWiG. Gelegentlich kommt es zu einer leichten Hautreizung und zu Hautverfärbungen. Es gibt auch Vereisungsstifte für zu Hause, die aber nicht so kalt sind wie der flüssige Stickstoff in Arztpraxen.

Salicylsäure wird mehrmals täglich über einige Wochen auf die Warze gegeben. Auf der Stelle bildet sich ein dünner Film, der vor jedem Auftragen entfernt wird. So schält sich die Warze nach und nach ab. Die meisten Salicylsäure-Lösungen sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich. Sie sind grundsätzlich gut verträglich, es kann aber häufig zu einer leichten Hautreizung kommen. Selten entstehen leichte Hautverfärbungen oder es treten Schmerzen auf.

(dpa)