Frankfurt/Main: Verdacht auf Nasenbeinbruch: Im Zweifel immer kontrollieren lassen

Frankfurt/Main: Verdacht auf Nasenbeinbruch: Im Zweifel immer kontrollieren lassen

Man muss kein Boxer sein, um einen Nasenbeinbruch davonzutragen: Beim Schlittenfahren etwa freute man sich eben noch über die tolle Sprungschanze, im nächsten Moment macht die Nase Bekanntschaft mit dem Kopf des Vordermanns.

Doch es gibt Hoffnung: Ein glatter Nasenbeinbruch ist in der Regel bereits nach zehn bis vierzehn Tagen ausgeheilt.

Die schlechte Nachricht: „Wird die Fraktur zu spät erkannt, können die Bruchstellen schief zusammenwachsen und müssen ein halbes Jahr später operativ gerichtet werden”, erklärt der Frankfurter Hals-Nasen-Ohrenarzt Christian Hellweg.

Daher sollte man bei Verdacht auf Nasenbeinbruch besser umgehend einen HNO-Arzt aufsuchen. „Eine gebrochene Nase steht ja häufig schon offensichtlich schief. Auch wenn man beim vorsichtigen Bewegen knirschende Geräusche hört, ist das Nasenbein durch”, beschreibt Hellweg.

Ein Röntgenbild bringt Sicherheit. Bei einem glatten Bruch passt der Arzt dann eine weichgepolsterte Kunststoffschiene an. Nach schweren Unfällen oder Tätlichkeitsdelikten liegt hingegen oft ein Trümmerbruch vor. In diesem Fall ist eine Operation meist unvermeidlich, da ein ungünstig verwachsener Bruch nicht nur das Aussehen, sondern auch die Nasenatmung beeinträchtigen kann.

Häufig ist der vermutetet Nasenbeinbruch aber auch gar keiner: „Prellungen bereiten oft erhebliche Schmerzen, lassen sich jedoch durch Kühlen und abschwellende Salben schnell in den Griff bekommen”, beruhigt der Experte.