Düsseldorf: Verbraucherzentrale: Wenig Wettbewerb bei rezeptfreien Medikamenten

Düsseldorf: Verbraucherzentrale: Wenig Wettbewerb bei rezeptfreien Medikamenten

Bei rezeptfreien Medikamenten gibt es nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW nur vereinzelt Wettbewerb zwischen den Apotheken.

Dies hätten Schmerzmittel-Testkäufe in 500 Vorort- und 30 Online-Apotheken in Nordrhein-Westfalen gezeigt, erklärte die Verbraucherzentrale am Montag in Düsseldorf. Apotheker sollten sich schnellstens von der starren und einheitlichen Preisgestaltung verabschieden, die sich an den unverbindlichen Preisempfehlungen der Pharma-Industrie orientiere.

Bei den Testkäufen von Aspirin-Tabletten hätten sich 80 Prozent der Apotheken an der unverbindlichen Preisempfehlung von 4,97 Euro für 20 Tabletten orientiert, erklärte die Verbraucherzentrale. Dass es auch anders gehe, zeigten Apotheken, welche die gleiche Packung für 2,90 Euro anboten. Einfluss auf die Preise haben laut Verbraucherzentrale vor allem die Apotheken in der Nachbarschaft.

So habe sich ein kostensenkender Einfluss von Discount-Apotheken auf das Preisniveau der Nachbar-Apotheken gezeigt. Am ehesten hätten internetkundige Verbraucher eine Chance, rezeptfreie Medikamente über Versand-Apotheken preiswerter zu bekommen.

Seit 2004 ist in Deutschland die Preisbindung bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten aufgehoben. Damit sollte der Wettbewerb zwischen den Apotheken verstärkt werden und die Kosten für Medikamente sinken.

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