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Düsseldorf: Veränderter Lebensstil hilft Herzpatienten mehr als Tabletten

Düsseldorf : Veränderter Lebensstil hilft Herzpatienten mehr als Tabletten

Eine Änderung des Lebensstils kann Herzinfarkte oder Schlaganfälle deutlich besser vermeiden als Medikamente. Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und Nichtrauchen sollten daher am Anfang jeder Therapie stehen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie in Düsseldorf mit.

„Mindestens die Hälfte aller kardiovaskulären Krankheiten und Todesfälle lassen sich allein durch eine bestmögliche Umstellung des Lebensstils erreichen - und das ohne eine einzige Tablette”, sagt Prof. Helmut Gohlke, leitender Autor einer neuen Vorbeugungsrichtlinie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Allein durch das Aufgeben des Rauchens werde das Risiko eines Patienten, an Herz und Kreislauf zu erkranken, fast halbiert. Jede einzelne Zigarette verkürze erwiesenermaßen das Leben um etwa 30 Minuten. Zudem sollten Menschen mit erhöhtem Risiko - dazu gehören übergewichtige oder bereits an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidende Patienten - sich von so genannter Mittelmeer-Kost ernähren. Dazu gehören viel Gemüse, wenig Fleisch sowie Olivenöl statt tierischer Fette.

Die neue Leitlinie „Risikoadjustierte Prävention von Herz- und Kreislauferkrankungen” soll das Risiko für den einzelnen Patienten besser erfassen. Dazu werden positive Lebensstil-Faktoren wie viel Bewegung genauer gegen Risiken wie etwa ungesunde Ernährung abgewogen.