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Frankfurt/Main: Urlaubserholung durch Erinnerungsstücke in den Alltag holen

Frankfurt/Main : Urlaubserholung durch Erinnerungsstücke in den Alltag holen

Im Urlaub kann man einfach mal abschalten und sich vom stressigen Arbeitsleben erholen. Aber die sonnigen Tage am Strand geraten zurück am Arbeitsplatz oft schnell wieder in Vergessenheit.

Karrierecoach Hermann Refisch empfiehlt Urlaubsheimkehrern deshalb, positive Erinnerungen an die Auszeit regelrecht zu kultivieren. „Man sollte versuchen, die Erinnerungen an den Urlaub immer wieder aufzufrischen. Beim Sortieren von Urlaubsfotos oder durch Erzählungen anderen gegenüber durchlebt man schöne Momente immer wieder neu und prägt sie sich ein”, sagt der Diplompsychologe aus Frankfurt am Main.

Schöne Urlaubserinnerungen könne man auch wachrufen, wenn man sich als Gedächtnisstütze einen kleinen Talisman aus dem Urlaub auf den Schreibtisch legt. „Etwas Strandgut oder ein anderes Souvenir stört niemanden und bringt angenehme Gedanken an die erholsamen Tage zurück”, sagt Refisch.

Um Körper und Geist die Möglichkeit zu geben, sich wieder an den Arbeitsalltag zu gewöhnen, sollte man den Wiedereinstieg Schritt für Schritt gestalten. „Nach einem Urlaub muss man sich erst mal wieder einen Überblick verschaffen, E-Mails sichten und Post sortieren. Und man muss sich auch wieder ein bisschen an das frühe Aufstehen gewöhnen”, sagt Refisch. Daher sei es sinnvoll, sich wichtige Geschäftstermine nicht gleich auf den ersten Tag zu legen, sondern ein bis zwei Tage Zeit zum Umschalten einzuplanen.

Obwohl sich während der Abwesenheit viel Arbeit angesammelt hat, sollte man auch nicht sofort wieder Überstunden machen. „In den ersten Tagen sollte man sich dazu anhalten, pünktlich nach Hause zu gehen”, sagt Refisch. Denn auch frisch aufgetankte Energiereserven müsse man sich gut einteilen, um so lange wie möglich davon zehren zu können.

„Auf ewig wird man das Urlaubsgefühl nicht in den Alltag hineintragen können. Daher sollte man versuchen, nach dem Urlaub mehr Erholung und Entspannung in den Arbeitsrhythmus einzuplanen und diesen Plan dann auch einzuhalten”, sagt Refisch. Schon während einer kleinen Auszeit bekomme man oft einen heilsamen Abstand zu den Dingen und könne besser überblicken, was man an seinem Alltag ändern müsse, um nicht so schnell wieder urlaubsreif zu sein.