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Backnang: Umsichtige Hygiene schützt Kontaktlinsen-Träger vor Infektionen

Backnang : Umsichtige Hygiene schützt Kontaktlinsen-Träger vor Infektionen

Eine umsichtige Hygiene ist für Kontaklinsenträger besonders bedeutsam, um sich vor gefährlichen Augenkrankheiten wie der Hornhautentzündung zu schützen.

„Die größte Gefahr für Linsenträger sind Infektionskrankheiten”, erläutert Augenarzt Gerald Böhme vom Berufsverband der Augenärzte. Auf den Linsen könne sich leicht ein Schmutzfilm bilden, in dem sich auch Bakterien und andere Krankheitserreger wohlfühlten. Wenn allerdings einige einfache Sauberkeitsregeln beachtet würden, sei das Risiko einer Ansteckung äußerst gering.

Vor dem Berühren der Linsen sollten sich Linsenträger demnach die Hände mit einer nicht-rückfettenden Seife waschen und danach ein fusselfreies Handtuch benutzen. Außerdem sei es ratsam, beim Hantieren mit den Sehhilfen auf eine saubere Umgebug zu achten. „Das Tauschen der Linsen in Toilettenräumen sollte man lieber vermeiden”, rät Böhme. Darüber hinaus sei zu empfehlen, den Behälter für die Kontaktlinsen alle vier Wochen zu wechseln, damit sich darin keine Schmutzablagerungen bilden können.

Die Linsen dürfen überdies nicht mit Wasser in Berührung kommen. „Selbst in Leitungswasser befinden sich Bakterien”, betont Böhme. Auch beim Schwimmen oder Duschen sollten die Sehhilfen deshalb entfernt werden.

Bei der Wahl des Reinigungsmittels seien in erster Linie die Produkte namhafter Hersteller zu empfehlen, rät der Experte. Zudem sollten die entsprechenden Tipps des jeweiligen Kontaktlinsenanpassers, also eines Facharztes oder Optikers, berücksichtigt werden. Bei billigen Offerten aus dem Internet sei dagegen Vorsicht geboten. „Man sollte sich überlegen, ob eines der kostbarsten Organe für die Verwendung von Sonderangeboten geeignet ist”, gibt der Augenarzt zu Bedenken.