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Johannesburg: Tuberkulose-Patienten fliehen aus Klinik in Südafrika

Johannesburg : Tuberkulose-Patienten fliehen aus Klinik in Südafrika

In Südafrika sind erneut Patienten aus einer geschlossenen Krankenhausabteilung geflohen, die mit extrem gefährlichen Tuberkulose-Erregern infiziert sind.

Die flüchtigen 19 Patienten stammen aus dem Jose-Pearson-Krankenhaus in Port Elizabeth, erklärte ein Behördensprecher. Dort hatten bereits über Ostern 33 Tuberkulose-Patienten die Wächter eingeschüchtert und das Hospital verlassen. Ende 2007 gab es dort eine weitere Massenflucht. An den gegen die meisten Medikamente resistenten Bakterien (XDR-TB) sind landesweit mehr als 300 Menschen gestorben.

Mediziner der Weltgesundheitsorganisation WHO hatten gewarnt, dass eine Epidemie „tödliche Folgen” hätte. In Südafrika wurde XDR-TB erstmals 2006 in dem Ort Tugela Ferry nachgewiesen, wo 52 der 53 Infizierten starben.

Die Zeitung „City Press” berichtete am Sonntag, allein die besonders betroffene Ostkap-Provinz habe mittlerweile 220 bekannte XDR-Tuberkulosefälle. Hinzu kämen mehr als 300 weitere Patienten, die sich mit der etwas milderen Variante der multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB) infiziert hätten. Die Behörden hatten nach dem vorletzten Massenausbruch eine Aufklärungskampagne über die Risiken der Krankheit angekündigt. Betroffene bedrohen ihre Umwelt durch Niesen oder Husten - die Infektion erfolgt meist über die Atemwege.