Trendiger abnehmen mit dem richtigen Mindset

Im neuen Jahr : Trendiger abnehmen mit dem richtigen Mindset

The same procedure as every year - für unzählige Menschen ist der Jahresbeginn eine Zeit voller neuer Vorsätze in Bezug auf Figur und Fitness. Der Blick auf die Waage ist nach den Weihnachtstagen auch nicht gerade erbaulich, kann jedoch dem Vorsatz nachhelfen, jetzt endlich mal konsequent etwas für den eigenen Körper zu tun.

Es muss dabei nicht einfach der x-te Aerobic-Kurs oder die Joggingrunde um den Block sein, zu der auf Dauer sowieso die Motivation fehlt. Es gibt neue Methoden und neue Trend-Sportarten, die eine große Leidenschaft für das Sporttreiben auslösen können.

Ein neues Jahr ist eine neue Chance - gemäß dieser Einstellung zieht es eine große Gruppe Sportwilliger auch jedes Jahr im Januar vermehrt in die Sportstudios. Viele lokale Fitnessstudios verzeichnen vor allem im ersten Monat des Jahres verstärkten Zulauf: Versteckte "Karteileichen" tauchen wieder auf, die Studios füllen sich nach Feierabend und die Zahl der Neuanmeldungen ist so hoch wie in keinem anderen Monat.

Die Neujahrsvorsätze sind psychologisch ein gutes Moment, weil sie einen Neuanfang versprechen. Mit einem neuen Vorsatz fällt es leichter, den alten Schweinehund aus dem letzten Jahr abzustreifen. Grundsätzlich ist es gut, endlich etwas in Angriff zu nehmen. In der Praxis verfallen jedoch viele schon im März wieder in den alten Modus und die Regelmäßigkeit lässt nach.

Mit Fatbikes einen schneebedeckten Hang runter? Auch Snowbiken kann als eine neue Trendsportart seine Anhänger begeistern. Foto: Pixabay / Pexels

Schneller fit von zu Hause aus

Doch jetzt ist der Schwung des neuen Jahres noch frisch und die Motivation groß. Ein guter Zeitpunkt also, um für die richtigen Umstände zum Sporttreiben zu sorgen, auch außerhalb des Fitnessstudios. Mit eigenen Sportgeräten kann jeder seine Sporteinheiten daheim absolvieren, unabhängig von Uhrzeiten oder einer widrigen Wetterlage. Je nachdem, wieviel Platz das eigene Zuhause bietet, kann sogar ein eigener Trainingsraum eingerichtet werden. Doch auch ein kleiner Stepper, der schnell rausgeholt ist, hilft beim Sport. Davon profitieren Mütter mit Kindern genauso wie alle, die beruflich stark eingebunden sind.

Das Sporttreiben in den eigenen vier Wänden ist auch für die gut, die beim Strampeln und Steppen lieber unbeobachtet bleiben. Allerdings sind hier auch die persönliche Disziplin und Motivation entscheidend, denn von alleine fehlt manchmal der Ansporn, sodass Termine mit dem Sportgerät schnell verschoben werden. Zuhause gibt es, anders als im Fitnessstudio, keinen Trainer, der auf die richtige Ausführung bei den Übungen achten kann. Für die nötige Motivation helfen unzählige Workout-Videos auf Youtube oder Online-Trainer. Mit Hilfe von Fitness-Coaches kommt auch zuhause das Fitnessstudio-Gefühl auf. Das steigert die Motivation - und der erste Schritt ist geschafft.

Bei den Übungen in der eigenen Wohnung zählt unter anderem das tägliche oder sehr regelmäßige Üben als Schlüssel, um an die hartnäckigen Fettreserven zu kommen. High-Intensity-Intervall-Training (HIIT) ist ein Fitnessprogramm aus den USA, das sich zum neuen Workout-Trend entwickelt hat. Es ist ein aerobes Ausdauertraining, das durch seine kurzen Zeiteinheiten besticht. In den vergangenen Jahren konnten einige wissenschaftliche Studien belegen, dass von dieser Methode nicht nur Leistungssportler profitieren, sondern auch die sogenannten Gesundheitssportler. Der große Vorteil des HIIT ist, dass es in kurzer Zeit schon zu deutlichen Ergebnissen führt.

Dieses Trainingsprogramm ist ideal für alle mit wenig Zeit, aber viel Körperfett - also ziemlich viele unter uns. Mit den kurzen, aber intensiven Übungen können die Trainierenden nachweisbar bereits in acht Wochen einen erheblichen Fettanteil verlieren, beispielsweise am Bauch. Dazu reicht bei den meisten sogar nur ein HIIT-Workout von drei Mal 20 Minuten in der Woche! Mit einer halben Stunde täglichem Intervalltraining sind die Ergebnisse sogar noch stärker.

Ein weiterer, positiver Effekt ist neben dem maximalen Fettabbau der Ausstoß von verschiedenen Hormonen, die ausgleichend wirken. Das Training senkt auf lange Sicht die Insulin-, Blutzucker- und Blutfettwerte im Körper. Offensichtlich begeistert dieses Trainingsprogramm auch solche, die bislang aerobischen Trainingsmethoden nicht viel abgewinnen konnten.

Sportswear: Schicker fitter

Ein weiteres wichtiges Element, um sich etwas Motivation für das regelmäßige Sportprogramm zu holen, ist das Outfit. Vorbei die Zeiten, wo eine alte Jogginghose ihren Dienst zum Laufen im Park oder im Studio tut - heute schneidern Designer ihren sportlichen Kunden das Outfit zum Schwitzen. Selbst Psychologen haben den motivierenden Effekt von trendiger Sportswear erkannt. Es gibt mehrere Studien, die das Phänomen des enclothed cognition aufgreifen. Alles, was den Körper umhüllt, hat direkt Einfluss auf die Stimmung und das Verhalten. Designer-Leggings, stylishe und supersofte Shirts und Sport-Bralettes sollen dazu beitragen, dass effektiver trainiert wird.

Dieses Phänomen hat auch Rückbezüge auf die Alltagsmode. Glamleisure heißt dieser neue Modetrend. Die positive Besetzung der Fitnessmode bewirkt, dass Sportswear nicht nur auf dem Laufsteg auftaucht, sondern in allen Bereichen getragen wird. Mit dem Tragen von glamouröser Fitnessmode tricksen Sportmuffel sich selbst aus - im positiven Sinn: Jedes Mal, wenn sie sie anziehen oder auch nur sehen, werden sie daran erinnert, Sport zu treiben. Im negativen Sinn kann es allerdings bedeuten, dass ein sportliches Aussehen mit wahrer Fitness verwechselt wird.

Sobald im Studio vor einem Spiegel trainiert wird, macht es auf jeden Fall etwas her, sich in einem schönen Outfit zu sehen. Das neue Shirt kann auch ablenken von den kleinen Fettdellen darunter. Dass durch diesen Trend natürlich auch ein neues Konsumverhalten ausgelöst wird, ist ein schöner Nebeneffekt für die Modeindustrie.

Neuer Sport, neuer Spaß

Viele Sportvereine und Fitnessstudios versuchen inzwischen, mit neuen Angeboten ihre Kunden zum Sporttreiben zu bewegen. Einige Sportarten haben sich in den letzten Jahren immer stärker etabliert und finden neue Wirkungsstätten. Einige eröffnen sogar ganz neue Möglichkeiten und werden olympisch! Bestes Beispiel dafür ist der Beachvolleyball: Gerade in den Städten hat sich das Volleyballspielen auf Sand zum Trend entwickelt, so sind immer neue Spielstätten in den Städten entstanden. Das besondere Sporterlebnis, was das Urlaubs-Strand-Gefühl mit dem Mannschaftssport verbindet, ist inzwischen auch in immer mehr Hallen und dann im Winter zu genießen.

Weitere neue Sportarten, wie zum Beispiel "Jugger" oder "Crossgolf", bieten für jeden Geschmack etwas, sei es Mannschaftssport oder das Dahingleiten mit dem Wind oder im Wasser, Sport in der Halle oder draußen an der frischen Luft. Vieles, was vorher noch völlig unbekannt war, wurde für den urbanen Einsatz tauglich gemacht:

  • Neue Golfvarianten: Crossgolf ist Golf mit antielitärem Charakter, Discgolf ebenfalls eine Alternative zum klassischem Golf, es gibt sogar Fußballgolf
  • Crossboccia als die kleine Version des klassischen Bocciaspiels
  • Neue urbane Surfingvarianten: Kitesurfing, Sandboarding, Skimboarding oder Streetsurfing

Die Liste der neuen Sportarten ist lang. Das Schöne dabei ist, dass die Auswahl deutlich zugenommen hat. Effektiv ist, was Spaß macht. Wer immer mal was Neues ausprobieren wollte in Sachen Sport hat heute mehr Möglichkeiten als jemals zuvor.

Das richtige Mindset zum Abnehmen

Alle, die bereits seit Jahren versuchen, von lästigen Pfunden herunter zu kommen, wissen, wie zermürbend und schwierig das sein kann. Der berühmt-berüchtigte Jojo-Effekt von Diäten schlägt jedes Mal zu - es ist frustrierend zu erleben, dass nach einem anfänglichen Erfolg die Kilos wieder zurückkehren. Die richtige Ernährung ist natürlich entscheidend. Sportlichkeit und Gesundheit hängen eng miteinander zusammen.

Bei aller Liebe zur Gesundheit können sich allerdings auch sehr ungesunde und suchterzeugende Ernährungsgewohnheiten entwickeln.

Einige Änderungen in der persönlichen Einstellung zu sich und seinem Körper sind unterm Strich viel hilfreicher, um sein Ideal- und vor allem sein Wohlfühlgewicht zu erreichen: Dazu zählt, den Sport zur Alltagsroutine machen, indem feste Termine zum Sport etabliert werden oder sich Sportpartner zu suchen, mit denen das Training sofort mehr Spaß macht. Kleine realistische Ziele zu setzen und sich lieber an kleinen Erfolgen zu erfreuen ist besser als zu hoch gesteckte Erwartungen an sich selbst nicht zu erreichen. Radikale Änderungen bringen auf Dauer nicht viel, sondern begünstigen den altbekannten "Jojo-Effekt".

(vo)
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