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Bad Salzuflen: Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte immer besser

Bad Salzuflen : Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte immer besser

Die Menschen in Deutschland dürfen nach Expertenmeinung ohne schlechtes Gewissen Tiefkühlkost essen. „Tiefkühlerzeugnisse sind teilweise von frischen Erzeugnissen nicht mehr zu unterscheiden”, sagte Prof. Jörg Oehlenschläger, wissenschaftlicher Leiter eines Qualitätswettbewerbs der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Das ist das Erstaunliche.”

Die DLG testete in Bad Salzuflen bei Bielefeld rund 600 Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte auf Geschmack, Aussehen, Konsistenz, Verpackung und Kennzeichnung. Dabei erhielt laut Oehlenschläger rund die Hälfte der geprüften Produkte die höchste Auszeichnung.

„Fertiggerichte mit Fleisch oder Fisch und Gemüse sind ernährungsphysiologisch genauso wertvoll wie ein frisches Gericht”, erklärte Oehlenschläger. Ausnahme seien die Vitamine, deren Anteil in tiefgekühltem Essen sinke. Dennoch sei „die Qualität so, dass sie an frische Produkte heranreicht”. Dieser Trend zeichne sich bereits seit mehreren Jahren ab. Trotzdem rief er zu ausgewogener Ernährung und Abwechslung auf. „Man sollte auch mal kochen, damit man es nicht verlernt. Kochen ist auch kommunikativer.”

Allerdings gebe es vor allem im Niedrigpreissegment durchaus mittelmäßige Fertiggerichte und Tiefkühlprodukte. „Man kann, wenn man Pech hat, danebengreifen”, sagte er. Vor allem sollten die Kunden auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten und kein Fertiggericht kaufen, dessen Mindesthaltbarkeit schon nach kurzer Zeit ablaufe.

Oehlenschläger hob beispielsweise vorgegarte Roastbeef-Fertiggerichte hervor. „Jeder, der nicht kochen kann, kann das seinen Gästen servieren und behaupten, das habe ich selbst gemacht.” Ein schlechtes Beispiel sei ein ausgenommenes Geflügelprodukt, das noch den Großteil der Lunge enthielt. Grund sei in diesem Fall vermutlich „falsch eingekaufte Rohware”.