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Düsseldorf: Striktes Rauchverbot tritt in NRW in Kraft

Düsseldorf : Striktes Rauchverbot tritt in NRW in Kraft

Aufatmen bei den einen, dicke Luft bei den anderen: In Nordrhein-Westfalen gilt von diesem Mittwoch an ein striktes Rauchverbot. In Restaurants, Kneipen, Festzelten, in allen öffentlichen Einrichtungen, auf Spielplätzen, in geschlossenen Sportstadien, in Kultur- und Freizeiteinrichtungen aller Art und auch in Spielhallen darf nicht mehr gequalmt werden.

Mit Inkrafttreten des neuen Nichtraucherschutzgesetzes sind auch bisherige Ausnahmen für Schulgelände, Raucherclubs oder Raucherräume etwa in Hochschulen oder Freizeiteinrichtungen gestrichen.

Selbst zu Karneval und bei Schützenfesten herrscht in Zelten oder Sälen ein Glimmstängelverbot. Erlaubt ist das Rauchen nur noch bei privaten Feiern in geschlossenen Gesellschaften. Die rot-grünen Regierungsfraktionen hatte den verschärften Nichtraucherschutz nach monatelangen Debatten Ende 2012 mit ihrer Mehrheit im Düsseldorfer Landtag beschlossen. Unter das Verbot fallen auch E-Zigaretten und Wasserpfeifen (Shishas). Verstöße können ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro kosten.

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga befürchtet Umsatzeinbußen in der Gastronomie und sieht vor allem viele kleine Kneipen in ihrer Existenz bedroht. Gesundheitsverbände und Mediziner begrüßen das Gesetz dagegen als wirksame Schutzmaßnahme für Nichtraucher und Gastronomie-Angestellte. Laut Deutscher Krebshilfe sterben jedes Jahr bundesweit 110.000 Menschen an den Folgen des Rauchens, außerdem 3300 Passivraucher. NRW hat neben Bayern nun bundesweit die strengste Regelung.

(dpa)