Berlin: Steuerfreie Förderung: Rückenschule ja, Jahresbeitrag nein

Berlin: Steuerfreie Förderung: Rückenschule ja, Jahresbeitrag nein

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung durch den Arbeitgeber können steuerfrei sein. Darauf weist der Bund der Steuerzahler in Berlin hin. Sie müssen „zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung” dienen und dürfen 500 Euro je Arbeitnehmer im Jahr nicht übersteigen.

Dann können auch für 2008 bereits Ausgaben in der Veranlagung berücksichtigt werden - der Steuerfreibetrag wurde rückwirkend zum Jahresbeginn 2008 eingeführt.

Arbeitgeber dürfen also Maßnahmen zur Förderung der betrieblichen Gesundheitsförderung zusätzlich zum Arbeitslohn steuer- und sozialversicherungsfrei bezuschussen. Unter die Regelung fallen beispielsweise Kurse zur Bewegungsförderung, zur Vermeidung von Mangel- oder Fehlernährung und zur Gewichtsabnahme, zählt der Steuerzahlerbund auf. Auch wenn der Arbeitgeber Kurse zu Stressbewältigung und Entspannung trägt, sind diese Leistungen von der Steuer befreit.

In der Regel gelte das allerdings nicht für die Übernahme oder Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen an Sportvereine oder Fitnessstudios. Nur einzelne Maßnahmen oder Kurse von Fitnessstudios oder Sportvereinen können steuerbefreit sein, wenn sie eine gesundheitsfördernde Maßnahme betreffen. Das könne zum Beispiel ein Kurs zur Rückengymnastik sein.

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