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Starke Regelblutung - Ursachen und Tipps

Rund um die Periode : Starke Regelblutung: Ursachen und Tipps

Ab einem Alter von etwa 10 Jahren bis zur Menopause um die 50 Jahre setzt bei jeder Frau monatlich die Periode ein. Frauen auf der ganzen Welt erleben diese bestimmten „Tage“ auf unterschiedlichste Art und Weise. Während viele die Menstruation durch hormonelle Verhütung abschwächen oder verschieben, leiden andere unter langen und sehr starken Blutungen mit Schmerzen.

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Ursachen für eine starke Regelblutung

Zunächst einmal reagiert jeder Körper anders auf verschiedenste Ereignisse und Veränderungen im Körper. So gibt es Frauen, die grundsätzlich nur leichte oder sehr starke Regelblutungen haben. Ab einem Blutverlust von mehr als 80 Millimeter sprechen Fachleute von einer sogenannten Menorrhagie. In 80 Prozent liegen hierfür organische Ursachen wie Myome, Polypen, Uteruskarzinome oder eine Endometriose vor. Zahlreiche weitere Faktoren können jedoch Einfluss auf die Stärke der Blutung nehmen. Stress ist bekanntlich Gift für den Körper und wirkt sich grundsätzlich in erster Linie negativ aus. Auf die Periode bezogen, kann er sowohl zu einer deutlichen Verstärkung als auch einer Abschwächung oder gar zum vollständigen Ausbleiben der Blutung führen. Auch hormonelle Veränderungen und weitere Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder Lebererkrankungen sind mögliche Ursachen. Bei einer starken Periode, ob mit oder ohne Schmerzen, empfiehlt sich in jedem Fall eine Abklärung beim Gynäkologen.

Vorsicht vor Eisenmangelanämie!

Die Auswirkungen einer starken Regelblutung liegen auf der Hand: Schlichtweg unangenehme Tage, psychische Belastungen, Einschränkungen im Alltag und nicht zuletzt sogar finanzielle Einbußen aufgrund der benötigten Hygieneartikel wie Binden und Tampons. Ein weit unterschätztes Risiko durch den hohen Blutverlust hingegen ist die Eisenmangelanämie. Typische Symptome sind zum Beispiel eine sehr blasse Haut, starke Müdigkeit, Haarverlust, brüchige Nägel, Aufmerksamkeitsstörungen, Reizbarkeit und mehr. Diese Erkrankung kann mittels hausärztlicher Untersuchung im Blutbild festgestellt werden. Die Therapie besteht in erster Linie in der Zufuhr von Eisen und je nach Ausprägung in Form von Tabletten oder sogar Infusionen. Beim Verdacht auf eine Eisenmangelanämie ist ärztlicher Rat unbedingt notwendig, um folgenschwere Komplikationen wie Organschäden vorzubeugen, da die Sauerstoffversorgung zunehmend absinkt.

Endometriose - weit verbreitetes Phänomen

Sie bleibt oftmals unerkannt, dennoch sind zahlreiche Frauen von ihr betroffen - die Endometriose. Diese Erkrankung bezeichnet meist gutartige Geschwülste, die sich außerhalb der Gebärmutter, den Eierstöcken, aber auch außerhalb der Blase und anderer Organe befinden kann. Sie gehört zu den häufigsten Ursachen für starke Periodenschmerzen. Daneben können auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Toilettengang und im Unterleib auftreten. Einen Hinweis auf die Erkrankung kann die gynäkologische Ultraschalluntersuchung liefern. Auch durch die Bauchdecke lässt sich die Endometriose diagnostizieren. Während sich viele Forscher uneins sind, wie es zu dieser Erkrankung kommt, zeigen Studien, dass sie häufig genetisch bedingt und auch nach Operationen im Unterleib auftritt. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit schmerzlindernden Medikamenten und hormonellen Präparaten. In sehr ausgeprägten Fällen kann eine Operation notwendig sein.

Hilfreiche Tipps bei einer starken Regelblutung

Symptomatische Linderung können bei einer sehr starken Monatsblutung sanfte Sportarten wie Nordic Walking oder Radfahren bewirken. Bewegung an der frischen Luft hilft auch gegen Stimmungstiefs. Für das persönliche Wohlempfinden empfiehlt sich das Tragen dunkler Hosen. Tampons sind bei einer besonders starken Regelblutung weniger hilfreich als Stoffbinden. Besonders bewährt haben sich sogenannte Periodenslips in Kombination mit Binden oder Tampons.

(vo)