München: Scheidenpilzinfektionen durch ausgewogene Ernährung vermeiden

München: Scheidenpilzinfektionen durch ausgewogene Ernährung vermeiden

Neigt eine Frau häufig zu Pilzinfektionen der Scheide, empfiehlt sich eine veränderte Ernährung.

Dazu gehört nach Angaben des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München ballaststoffreiche Kost und ein sparsamer Verzehr von Zucker. Die Pilze werden durch eine kohlenhydratreiche Ernährung gefördert. Denn sie ernähren sich von Zuckerbausteinen und wandeln diese unter anderem in Alkohol um.

Dadurch brennen die Scheidenschleimhäute, was neben Jucken, Rötungen und Schwellungen ein Hinweis auf die Erkrankung ist.

Häufig geht eine Infektion von einer stärkeren Hefepilzbesiedlung des Enddarms aus. „Die Pilze können aus dem Darm über den After zur Vagina gelangen, indem sie die kurze Strecke zur Scheidenöffnung überwinden”, erläutert BVF-Präsident Christian Albring.

Eine Ernährungsumstellung helfe, die Erregerzahl im Darm zu verringern und damit auch das Infektionsrisiko zu senken. Bei öfter auftretenden Pilzinfektionen sei es sinnvoll, auch die Samenflüssigkeit des Partners zu untersuchen und eine Kultur anlegen zu lassen. Finden sich darin Hefepilze, müsse auch der Mann behandelt werden.

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