Frankfurt/Main: Richtiges Verhalten bei Gewitter: Füße geschlossen halten

Frankfurt/Main: Richtiges Verhalten bei Gewitter: Füße geschlossen halten

„Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen” - das rät der Volksmund bei Gewitter. Angesichts der Unwetterlage der vergangenen Tage raten Experten aber dringend von solchen „Weisheiten” ab.

Einen umfassenden Schutz bei Gewitter bietet nur ein Haus mit einer Blitzschutzanlage oder ein Auto. Darauf weist der Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung (ABB) im Verband für Elektrotechnik in Frankfurt hin. Ein Fahrzeug aus Metall wirke als ein „Faradayscher Käfig” und leitet die Spannung außen ab. Bis zu einem gewissen Grade bieten außerdem Gebäude ohne Blitzschutz und große Zelte einen Schutz bei Unwettern mit Blitz und Donner.

Im Freien ist besondere Vorsicht geboten: Von Hauswänden und Masten sollten Menschen mehrere Meter Abstand halten, weil ein Blitz überspringen kann, warnt der Verband. Auch metallene Objekte wie Flutlicht- oder Fahnenmasten leiten den Strom und dürfen nicht berührt werden. In keinem Fall sollten Menschen unter Bäumen oder auf Hügeln stehen oder in Seen baden - denn das Wasser leitet den Strom.

Auch wenn Gruppen von Menschen zusammenstehen, ist das ein Risiko, erläutern die Experten. Wenn sie sich gegenseitig bei einem Blitzeinschlag berühren, leiten sie den Strom. Besonders gefährlich sei auch breitbeiniges Stehen.

Denn zwischen den Füßen kann sich eine lebensgefährliche „Schrittspannung” bilden. Daher sollten die Füße bei Gewitter immer geschlossen stehen. Wer auf einer freien Fläche von dem Unwetter überrascht wird, sollte zusätzlich in die Hocke gehen und Arme und Beine eng an den Körper legen.

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