Psychologie: Mit Selbstvertrauen zum Erfolg

Psychologie : Mit Selbstvertrauen zum Erfolg

Für den Erfolg im Leben spielt der Intelligenzquotient nicht die Hauptrolle, so belegte eine Langzeitstudie der Stanford University unter Lewis Terman und Melita Oden schon vor Jahren. Mindestens so wichtig wie bestimmte intellektuelle Fähigkeiten ist der Glaube daran.

Schlüsselbegriffe wie Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen gelten seit Studienergebnissen dieser Art als Schlüssel zum Erfolg. Die gute Nachricht: Durch gezieltes Training, Lernprozesse und Erfahrungen kann jeder das eigene Selbstvertrauen stärken und dadurch einen erfolgreicheren Lebensweg beschreiten.

Selbstbewusste Lebenswege

Je höher das Selbstvertrauen, desto höher auch die Bereitschaft, Schwierigkeiten zu überwinden, so lautet die Quintessenz der aktuellen Forschung. Wer sich mit schwierigen Aufgaben über längere Zeit auseinandersetzt, erzielt laut Pädagogen sowohl in der Schule als auch im späteren Beruf öfter Erfolge. Statt einer genetischen Disposition ist Selbstvertrauen als Erfolgsfaktor ein variables Konstrukt, das sich aus vier Säulen speist, nämlich aus:

  • Erfahrung im Sinne erlebter Erfolge.
  • Vorbildern, die erreicht haben, was man selbst erreichen möchte.
  • Förderungen und Forderungen des sozialen Umfelds im Sinne positiver Zusprüche.
  • Emotionaler Aktiviertheit, die den Umgang mit Herausforderungen erleichtert.

Um das eigene Selbstvertrauen aktiv zu stärken, wendet man sich idealerweise jeder einzelnen dieser vier Säulen zu. Auch kleine Veränderungen im Alltag können große Erfolge ermöglichen: angefangen bei Haltung und Kleidung.

Wer sich unwohl fühlt, wirkt inkompetent

Umfragen zufolge zieht ein Großteil aller Männer Selbstsicherheit aus beruflichem Erfolg, während Frauen ihr Selbstwertgefühl eher von der Beliebtheit abhängig machen. Auch das äußerliche Erscheinungsbild schafft es bei beiden Geschlechtern unter die zehn wichtigsten Einflussfaktoren. Während sich so manche Frau im schicken Businessoutfit bestehend aus Bluse, Rock und passendem Blazer gleich viel ernstgenommener fühlt, streifen Männer ihr Selbstvertrauen teils mit dem Anzug über. Dass eine stilvolle Garderobe unter Berücksichtigung des eigenen Typs das Selbstvertrauen steigert, liegt sicher daran, dass man sich darin rundum wohlfühlt. Wer sich in der eigenen Haut dagegen unwohl fühlt, präsentiert sich unsicher. Meist äußert sich diese Unsicherheit bereits in einer verunsicherten Haltung, die dann wiederum als Inkompetenz gedeutet werden könnte.

Auf dem Weg zum Erfolg – die Säulen des Selbstvertrauens stärken

Obwohl die richtige Präsentation für Selbstvertrauen eine Basis sein kann, braucht es zum Aufbau einer selbstbewussteren Persönlichkeit noch mehr. Ebenso wichtig ist beispielsweise auch:

  • die bewusste Suche nach positiver Unterstützung. Wer sich mit positiven Menschen umgibt, wird auf lange Sicht erwiesenermaßen selbstbewusster.
  • der Ausbruch aus der persönlichen Komfort-Zone, denn nur wer Herausforderungen annimmt, verzeichnet Erfolge und aus bereits erlebtem Erfolg speist sich das Selbstvertrauen.
  • das Bewusstsein über die eigenen Stärken und die Abwehr des inneren Kritikers. Wer Stärken regelmäßig notiert und analysiert, wird sich öfter etwas trauen – ganz egal, wie sehr der Zweifler im eigenen Kopf an einem guten Ausgang zweifelt.
  • die bewusste Wahrnehmung von kleinen Erfolgen, so beispielsweise in Form einer täglichen Notiz, die sich positiven Erlebnissen zuwendet.

Oft hilft beim Aufbau von Selbstvertrauen auch die Hinterfragung eigener Unsicherheiten. Viele davon stammen meist aus der Kindheit und haben kaum noch etwas mit der Gegenwart zu tun. Solche Glaubenssätze gilt es, mit neuen zu ersetzen, um in eine erfolgreiche Zukunft aufbrechen zu können.

(rd)
Mehr von Aachener Nachrichten