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Recklinghausen/Essen: Ozonkonzentration überschreitet kritische Marke

Recklinghausen/Essen : Ozonkonzentration überschreitet kritische Marke

Das hochsommerliche Wetter treibt die Ozonwerte in die Höhe. Am Donnerstag wurde in vielen Orten Nordrhein-Westfalens die kritische Marke von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten, teilte das Landesumweltamt in Recklinghausen mit.

Der höchste gemessene Ozonwert lag um 17 Uhr in Wuppertal-Langenfeld bei 220 Mikrogramm Ozon. In Solingen-Wald wurden 219 Mikrogramm Ozon festgestellt. Von Wesel über Schwerte, Leverkusen und Köln bis Marl überschritten an insgesamt elf Messstationen die Ozonwerte die Informationsschwelle.

Bei Ozonwerten über 180 Mikrogramm wird empfindlichen Menschen empfohlen, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Es könnten gesundheitliche Beschwerden wie Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit auftreten. Auf außergewöhnlich anstrengenden Ausdauersport sollte verzichtet werden. Ab 240 Mikrogramm gelten die Warnhinweise für die ganze Bevölkerung.

Die nächsten Tage werden vermutlich zu den heißesten Tagen des Jahres zählen. Am Donnerstag wurde in Essen als wärmstem Ort Nordrhein-Westfalens am frühen Nachmittag 29,4 Grad Celsius gemessen, teilte Tanja Dressel, Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst in Essen auf ddp-Anfrage mit. Am Sonntag und Montag könnten die Temperaturen auf bis zu 36 Grad steigen.

So richtig abkühlen werde es laut Meteorologin Dressel in den kommenden Nächten nicht. Tropische Nächte über 20 Grad stünden bevor. Es werde schwüler und vor allem am Sonntag sei mit starken Hitzegewittern zu rechnen.

Aufgrund der langen Trockenheit und Hitze sei die Waldbrandgefahr derzeit sehr hoch. Die Waldbrand-Gefahrenstufe liege laut DWD-Meteorologin Dressel bei 3 bis 4. Daher sollte man vor allem beim Grillen im Freien äußerste Vorsicht walten lassen.