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Bonn: Nutzen von „Gelenknahrung” umstritten

Bonn : Nutzen von „Gelenknahrung” umstritten

Verbraucher sollten sich gut überlegen, ob sie zu zusätzlichen Nährstoffen für ihre Gelenke greifen. Denn der Nutzen solcher Gelenknahrung ist nach Angaben des Verbraucherinformationsdienstes aid in Bonn wissenschaftlich umstritten.

Studien zur Wirksamkeit des Aminozuckers Glucosamin beruhten stets auf Untersuchungen mit hohen Dosierungen, wie sie nur in zulassungspflichtigen Arzneimitteln üblich sind. Nahrungsergänzungsmittel aus Drogerien oder Apotheken enthielten dagegen eine weitaus geringere Konzentration. Ob sie daher die Gelenkfunktionen überhaupt beeinflussen können, sei unklar.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin hält diese Mittel außerdem für gesundheitlich bedenklich. Schwangere, Stillende oder Menschen mit eingeschränkter Glukosetoleranz sollten vorsichtig damit sein. Da Glucosamin aus den Schalen von Krebstieren hergestellt wird, könnte eine ungenügende Aufbereitung auch Krebstier-Allergikern Probleme bereiten.

Glucosamin ist den Angaben zufolge eine körpereigene Substanz. Es kommt im Bindegewebe sowie in der Knorpelmatrix und der Gelenkflüssigkeit vor. Als Arzneimittel soll es gegen Arthrose helfen.