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Köln: Nur jedes dritte Baby wird vor Aids geschützt

Köln : Nur jedes dritte Baby wird vor Aids geschützt

Zu einem besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor HIV und Aids ruft die UN-Kinderschutzorganisation UNICEF auf.

Nur jedes dritte Kind einer HIV-infizierten Mutter werde vor einer Übertragung des Virus geschützt, heißt es in einem weltweiten Bericht der Vereinten Nationen, der am Montag von Unicef, UNAIDS, der Weltgesundheitsbehörde und dem UN-Bevölkerungsfonds aus Anlass des Welt-Aids-Tages veröffentlicht wurde.

Im Süden Afrikas werde nur jedes zehnte Kind vor einer solchen Übertragung geschützt. Nur 38 Prozent der Kinder, die Aids-Medikamente brauchen, werden dem Bericht zufolge versorgt.

Der Bericht zeigt in einige Bereichen Fortschritte auf. So stieg etwa der Anteil der erkrankten Kinder, die behandelt werden, deutlich um fast 40 Prozent in einem Jahr. Doch noch immer werden Kinder seltener behandelt als Erwachsene und die Mehrheit der gefährdeten oder erkrankten Kinder bleibt unversorgt.

Die Hälfte der Neuansteckungen könnte dem Bericht zufolge verhindert werden, wenn die in den vergangenen Jahren ins Leben gerufene Aufklärungs- und Präventionsprogramme ausgebaut würden.

Doch obwohl heute wesentlich mehr Mittel zur Verfügung stehen, als noch vor wenigen Jahren, ist die Finanzierung der Aids-Programme nicht annähernd gedeckt.

Zudem sei zu befürchten, dass die weltweite Wirtschaftskrise die Auswirkungen der Aids-Epidemie auf Kinder und Jugendliche in den Entwicklungsländern verschärfe, sagte die Geschäftsführerin von Unicef-Deutschland, Regine Stachelhaus.

Die am stärksten betroffenen Länder seien bis heute nicht in der Lage, die Epidemie aus eigener Kraft zu bekämpfen.