Wuppertal: Notfallmappe für Demenzkranke hilft Klinikärzten

Wuppertal: Notfallmappe für Demenzkranke hilft Klinikärzten

Menschen mit Demenz sollten immer eine Notfallmappe parat haben. Denn eine solche Mappe enthält alle wichtigen Informationen über den Patienten und das erleichtert Ärzten und Klinikpersonal die Versorgung im Krankenhaus.

„Demenzkranke Menschen brauchen beispielsweise einen ganz bestimmten Tagesrhythmus. Wenn man sie morgens zu früh weckt, werden sie tagsüber müde, schlafen ein und sind dann nachts unruhig und munter”, sagt Susanne Angerhausen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen in Wuppertal. Viele wüssten außerdem über ihre eigene Krankheitsgeschichte nicht mehr Bescheid: Sie könnten den Ärzten nichts über ein angeborenes Herzleiden sagen oder darüber, welche Medikamente sie gerade einnehmen.

Deshalb rät Angerhausen: „In der Notfallmappe soll alles stehen, was für die Behandlung und Pflege in der Klinik wichtig sein könnte.” Dazu gehören aus ihrer Sicht Allergien, chronische Krankheiten, aktuelle Diagnosen und Medikamente genauso wie eine Betreuungsverfügung, Vorlieben beim Essen, der Tag-Nacht-Rhythmus und die Namen der Angehörigen, die im Notfall benachrichtigt werden sollen.

„Die Notfallmappe ist so aufgebaut, dass die Angehörigen sie allein ausfüllen können, nur den aktuellen Medikamentenplan müssen sich vom Hausarzt besorgen”, sagt Angerhausen. Die Angehörigen müssten dafür sorgen, dass die Mappe immer auf dem neuesten Stand und im Notfall sofort zur Hand sei. „Werden die Informationen in den Kliniken dann zur Kenntnis genommen und die Angehörigen einbezogen, verringert sich für Patienten, Angehörige und Klinikpersonal das Risiko, dass etwas schief geht”, meint Angerhausen.

Mehr Informationen und die Notfallmappe zum Herunterladen gibt es auf der Internetseite der Paritätischen Gesellschaft für soziale Projekte (GSP) unter http://blickwechseldemenz.de.