Würzburg: Nicht nur schön anzusehen: Rosen können auch heilen

Würzburg: Nicht nur schön anzusehen: Rosen können auch heilen

Gartenliebhaber erfreut die Rose mit ihrer Vielfalt an Farben und Blütenformen. Darüber hinaus ist sie immer noch eine anerkannte Arzneipflanze - und das seit mehr als 2000 Jahren, erzählt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Genutzt wurden und werden Arten wie die Essigrose (Rosa gallica) oder die hundertblättrige Rose (Rosa centifolia). Ein besonderer Fall ist die Hundsrose (Rosa canina).

Sie wurde einst bei Durchfall, Brandwunden, eiternden Wunden, Augenentzündungen, Kopfschmerzen und sogar als Mittel gegen Depressionen eingesetzt.

In der Phytotherapie werden die Blätter dieser Arten noch heute verwendet. Wichtige Inhaltsstoffe sind die Anthocyane, die auch für die Rotfärbung der Blätter verantwortlich sind.

Das ätherische Öl, das Geranol, Nerol und Citronellol enthält, besitzt einen leicht entzündungshemmenden Effekt. Zudem finden sich Gerbstoffe, die eine trocknende und zusammenziehende Wirkung haben.

Der Einsatz der Rosenblütenblätter bei leichten Entzündungen der Schleimhäute in Mund und Rachenraum ist heute allgemein anerkannt. Dabei können Patienten mit Rosenblütentee gurgeln oder spülen.

Daneben werden die Früchte der Hundsrose, die sogenannten Hagebutten oder Hiefen, wieder beliebter. Sie enthalten Vitamin C, Pektine, Zucker, Fruchtsäuren und Gerbstoffe.

Zubereitungen aus Hagebuttenschalen werden zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen, grippalen Infekten und Fieber eingesetzt. Außerdem sollen sie die Abwehrkräfte steigern, zur „Stärkung des Magens” beitragen sowie bei Durchfall und Darmerkrankungen helfen. Angeboten werden Hagebutten vor allem in Teemischungen.

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