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Werne: Nahrungsmittelallergie mit Provokationstest untersuchen

Werne : Nahrungsmittelallergie mit Provokationstest untersuchen

Der Verdacht auf eine Lebensmittelallergie lässt sich am besten mit einem Provokationstest überprüfen. Andere oft praktizierte Diagnosemethoden seien dagegen unsinnig, warnen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) in Werne (Nordrhein-Westfalen).

Sie bestärkten viele Erwachsene in ihrem Glauben, an einer Lebensmittelallergie zu leiden. Tatsächlich aber zeigten Überprüfungen mit Provokationstests, dass in 90 Prozent der Fälle keine Allergie vorliegt.

Bei einem Provokationstest muss der Betroffene den Angaben zufolge zwei Wochen lang auf das Lebensmittel verzichten, auf das er vermeintlich allergisch reagiert. Dann erhält er an zwei Tagen zwei äußerlich und geschmacklich nicht zu unterscheidende Breie. Einer davon enthält das verdächtigte Lebensmittel. Treten bei dessen Verzehr Beschwerden auf, ist der Test positiv.

Die Untersuchung bestimmter Antikörper im Blut kann Allergien laut der DPG dagegen nicht nachweisen. Praktisch jeder Erwachsene habe Antikörper gegen zahlreiche Lebensmittel im Blut. Die Analyse sei deshalb Geldverschwendung. Die Methoden Bioresonanz und Kinesiologie seien sogar gefährlich.