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Köln: Nach Gehirnerschütterung: Kinder sollten mit Sport pausieren

Köln : Nach Gehirnerschütterung: Kinder sollten mit Sport pausieren

Kinder und Jugendliche sollten auch nach einer leichten Gehirnerschütterung nicht gleich wieder Sport treiben. Sind sie zum Beispiel beim Fußball mit einem Gegner zusammengestoßen, ist eine Trainingspause von mehreren Tagen angesagt.

„Erleiden Betroffene eine weitere Erschütterung, noch bevor sich das Gehirn von der ersten erholt hat, kann es zu einer Schwellung des Gehirns, längerfristigen Schädigungen oder sogar zum Tod kommen”, warnt Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVJK) in Köln.

Deshalb sollten Kinder in Absprache mit ihrem Arzt erst nach einer Pause langsam mit dem Sport beginnen. Denn das Gehirn beansprucht für die Reparaturprozesse Ruhe und ist nach einem solchen Zwischenfall nicht voll leistungsfähig. In die Schule können Kinder, wenn sie völlig beschwerdefrei sind. „In der Regel sind Kopfverletzungen bei Kindern und Jugendlichen harmlos, aber dennoch sollten Eltern ihr Kind beobachten und bei starken Kopfschmerzen oder wiederholtem Erbrechen sofort in eine Kinderklinik bringen”, rät Nentwich.

Eine leichte Gehirnerschütterung kann sich durch Schwindel, Benommenheit, Lichtempfindlichkeit oder Kopfschmerzen, die weniger als 15 Minuten dauern, bemerkbar machen. Bei einer moderaten Gehirnerschütterung dauern die Beschwerden länger als 15 Minuten. Bei einer schweren Gehirnerschütterung sind Betroffene kurz bewusstlos.

Bei Bewusstlosigkeit, Sprachstörungen, Krämpfen, einer weichen, schwappenden Beule am Kopf, unterschiedlicher Pupillenweite oder wenn aus der Nase beziehungsweise den Ohren Blut oder Flüssigkeit austritt, muss der Notarzt gerufen werden. Manche Beschwerden können sich Nentwich zufolge erst verzögert entwickeln. Bei einem Verdacht lässt der Arzt ein Kind eventuell zur Sicherheit im Krankenhaus überwachen.