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Berlin: Mehr Zecken-Risikogebiete in Deutschland

Berlin : Mehr Zecken-Risikogebiete in Deutschland

Die Gefahr für eine Hirnhautentzündung durch Zeckenbisse ist in Deutschland weiter gestiegen.

Das Robert Koch- Institut hat die Zahl der Risikogebiete für die durch Zecken übertragene Viruskrnakheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) erneut ausgeweitet. Insgesamt sind nun 136 Kreise - vor allem in Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und Thüringen - als riskant eingestuft.

Neu hinzugekommen sind in Bayern der Stadtkreis Memmingen sowie die Landkreise Ober- und Unterallgäu, in Baden-Württemberg der Landkreis Heidenheim. Für diese Gebiete wird Menschen, die mit Zecken in Kontakt kommen können, eine Schutzimpfung empfohlen.

Die neu bestimmten Risikogebiete grenzen unmittelbar an die bisherigen süddeutschen FSME-Areale. Eine Ausbreitung Richtung Norden wird laut RKI nicht beobachtet. Die Experten halten es jedoch für wahrscheinlich, dass das Virus in den östlichen Bundesländern, in denen bereits zwischen den 60ern und Anfang der 80er Jahre FSME in größerem Maße auftrat, weiter in Zeckenherden schlummert. Daher sollte auch hier bei entsprechenden Symptomen an eine FSME-Diagnose gedacht werden, mahnte das RKI.

Eine Impfschutz gegen FSME, die auch Urlauber in Risikogebieten vornehmen lassen sollten, braucht mindestens zwei Impfdosen, für einen dauerhaften Schutz drei. Gegen die ebenfalls - und sehr viel häufiger als FSME - durch Zecken übertragene Borreliose gibt es keine Impfung.

Das Tragen von langen Hosen und Oberteilen sowie das regelmäßige Absuchen nach Zecken ist deshalb wichtig. 2008 wurden bundesweit 285 FSME-Fälle gemeldet. An Borreliose erkranken jährlich etwa 80.000 bis 100.000 Menschen, diese Infektion ist nicht auf Risikogebiete beschränkt.