1. Leben
  2. Gesundheit

Lauffen: Leistenbruch beim Säugling sollte operiert werden

Lauffen : Leistenbruch beim Säugling sollte operiert werden

Ein Leistenbruch bei Säuglingen sollte immer operiert werden.

Das empfiehlt Kinder- und Jugendarzt Michael Mühlschlegel aus Lauffen. „Ein sicheres Zeichen für einen Leistenbruch ist eine weiche Schwellung in der Leistengegend direkt unter der Haut, die im Bereich von Schamlippen oder Hodensack zu ertasten ist”, sagt der Experte.

„Drückt der Arzt vorsichtig auf den Bauch des Kindes, so tritt die Schwellung noch deutlicher hervor” - ein weiteres Indiz für den Leistenbruch, sagt Mühlschlegel. Dieser verursache in den meisten Fällen keine Beschwerden, ergänzt Mühlschlegel.

Starke Schmerzen treten jedoch auf, wenn ein Stück des Darmes oder andere Organe eingeklemmt sind. Dann komme meist Erbrechen hinzu.

Ein Leistenbruch bei Säuglingen sei nicht selten, sagt der Facharzt. Denn es sei möglich, dass sich während der Embryonalentwicklung die Bauchdecke nur unzureichend schließt.

Die Folge: Bauchorgane „rutschen” in den Leistenkanal. Es sei nicht möglich, einem Leistenbruch vorzubeugen oder sich selbst zu helfen, sagt Michael Mühlschlegel.

„Das Problem tritt häufiger bei Jungen als bei Mädchen auf. Die Operation ist relativ harmlos und wird in der Regel ambulant durchgeführt.” Der Eingriff dauere etwa 20 bis 30 Minuten. Das Kind könne meist noch am selben Tag wieder mit nach Hause genommen werden.