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Berlin: Leishmaniose-Gefahr in tropischen Ländern: Besser nicht campen

Berlin : Leishmaniose-Gefahr in tropischen Ländern: Besser nicht campen

Bei einem juckenden Hautausschlag nach einem Tropenurlaub empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Denn solche Beschwerden können eine Reaktion auf den Stich einer Sandfliege sein, warnt die Präventionskampagne Haut in Berlin.

Das Insekt überträgt die Infektionskrankheit Leishmaniose. Der Erreger sei zwar in der Regel nicht lebensbedrohlich, könne aber unschöne Narben hinterlassen. Einige wenige Patienten bekommen zudem ein hohes Fieber, das zum Tod führen kann.

Da Sandfliegen in der Regel nicht mehr als drei Meter über dem Boden fliegen, empfiehlt die Kampagne, in tropischen Ländern nicht zu campen. Das Hotelzimmer sollte über der ersten Etage liegen. Nach der Dämmerung empfiehlt es sich, Kleidung mit langen Armen und Beinen zu tragen sowie Mückenschutzmittel und Moskitonetze zu verwenden.

An der Stichstelle rötet sich zunächst die Haut, manchmal entwickelt sich erst nach längerer Zeit eine Schwellung. Daraus entsteht ein „Orientbeule” genanntes, schmerzloses Geschwür, das meist nach mehreren Monaten abheilt und vor allem im Gesicht Narben hinterlassen kann.

Weltweit infizieren sich den Angaben zufolge rund 400.000 Menschen jährlich neu mit der Leishmaniose, die auch in Mittelmeerländern vorkommen kann. An der Kampagne „Deine Haut. Die wichtigsten zwei Quadratmeter Deines Lebens” beteiligen sich 100 Krankenkassen und Unfallversicherungsträger.