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Heidenheim: Langjährige Raucher sollten nach dem Aufhören Lunge testen lassen

Heidenheim : Langjährige Raucher sollten nach dem Aufhören Lunge testen lassen

Auch nach der letzten Zigarette sind Raucher nicht vor Lungenschäden sicher. Darauf weist der Bundesverband der Pneumologen (BdP) in Heidenheim (Baden-Württemberg) hin.

Gerade langjährige Raucher hätten sich oft eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zugezogen, warnt Michael Barczok vom Vorstand des BdP.

„Die COPD ist eine schleichend fortschreitende Erkrankung”, erklärt der Experte. Oft äußert sie sich im sogenannten Raucherhusten. Unerkannt und unbehandelt führe sie allmählich zu immer stärkerer Atemnot, die dann nicht mehr zu beheben ist.

Mit einer einfachen Lungenfunktionsprüfung kann laut Barczok festgestellt werden, ob eine COPD vorliegt. Untersuchen lassen sollten sich in jedem Fall Menschen, die mehr als 20 Päckchenjahre hinter sich haben, also über 20 Jahre täglich eine Schachtel Zigaretten geraucht haben.

„Um das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen, sollten COPD-Patienten so früh wie möglich entzündungshemmende Medikamente einnehmen”, rät der Lungenfacharzt. Zur Abmilderung der Atemwegsbeschwerden stünden außerdem Wirkstoffe zur Verfügung, die die Bronchien erweitern.