Düsseldorf: Land sieht derzeit keine Gefahr durch Ziegengrippe

Düsseldorf: Land sieht derzeit keine Gefahr durch Ziegengrippe

Die Ziegengrippe in den Niederlanden stellt nach Ansicht der Landesregierung derzeit keine Gefahr für Nordrhein-Westfalen dar.

Bislang lägen keine Berichte über Fälle bei Menschen oder Tieren vor, sagte ein Sprecher des NRW-Landwirtschaftsministeriums am Freitag. Weil es in NRW anders als in den Niederlanden kaum große Ziegenherden gebe, trete das sogenannte Q-Fieber hier selten auf.

In NRW gelten per Erlass dennoch Vorsichtsvorschriften. „Bei Schafen, Ziegen und Rindern ist während der Geburt auf allgemeine Hygiene im Hinblick auf den Gesundheitsschutz zu achten. Nachgeburten und Totgeburten sind unverzüglich nach den Vorschriften des Tierische-Nebenprodukte-Beseitigungsgesetzes zu entsorgen. Bei Wanderschafherden sollten Nachgeburten umgehend in ausreichender Tiefe im Erdreich vergraben werden”, so das Ministerium.

In den Niederlanden starben laut Zeitungsberichten sechs Menschen an der Ziegengrippe, die neben Q-Fieber auch Schlachthausfieber oder Siebentagefieber genannt wird.

Bei dem Q-Fieber handelt es sich um eine von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheit, die unbehandelt zu Lungenentzündungen, Gelbsucht, Herzerkrankungen und Hirnhautentzündungen führen kann.

Auslöser der Krankheit können Schafe sein, aber auch Zecken. Besonders gefährdet sind schwangere Frauen, bei denen es zu Fehlgeburten kommen kann. Eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch ist aber nicht möglich. Behandelt wird die Krankheit mit Antibiotika.

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