Karlsruhe: Krankentagegeldversicherung: Mobbingopfer bekommen Geld

Karlsruhe: Krankentagegeldversicherung: Mobbingopfer bekommen Geld

Mobbingopfer bekommen Leistungen ihrer privaten Krankentagegeldversicherung, wenn sie durch das Mobbing krank und arbeitsunfähig werden

Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Die Versicherung wollte nicht zahlen, denn sie hielt den Mann nicht für generell arbeitsunfähig, sondern gestand lediglich zu, dass er an einer „Arbeitsplatzunverträglichkeit” leide. Der Bundesgerichtshof sah das wie die Vorinstanzen anders.

Zwar sei Mobbing „als solches keine Krankheit”. Wenn das Mobbingopfer jedoch psychisch erkranke, habe es Anspruch auf das vereinbarte Krankentagegeld. Denn nach den Versicherungsbedingungen haben Versicherte Anspruch auf Krankentagegeld, wenn sie wegen einer medizinisch notwendigen Behandlung krankgeschrieben sind. Dabei sei es nicht entscheidend, so das Gericht, woher die Arbeitsunfähigkeit rühre.