Hamburg/Berlin: Kopfschmerz nach der Sommerparty: Vorsicht bei Schmerzmitteln

Hamburg/Berlin: Kopfschmerz nach der Sommerparty: Vorsicht bei Schmerzmitteln

Grillen und chillen: Unter diesem Motto finden jetzt in Parks und Gärten viele Sommerpartys statt. Meistens gehört auch Alkohol dazu - und am nächsten Tag dröhnt dann der Kopf.

„Alkohol senkt den Blutzuckerspiegel”, erläutert Andreas Kiefer von der Bundesapothekerkammer in Berlin die Ursache. Ein energiereiches Frühstück mit Obst und vielen Kohlenhydraten, zum Beispiel in Form von Müsli oder Vollkornbrot, könne die Speicher bereits wieder ins Lot bringen und den pochenden Kopfschmerz allmählich verringern. Wenn das nicht reicht und das Büro ruft, können auch kurzfristig rezeptfreie Schmerzmedikamente eingenommen werden.

„Dabei gilt es allerdings einige Regeln zu beachten”, warnt der Apotheker. Zum einen sollten Schmerzmittel nur gelegentlich eingesetzt werden. Zum anderen sei es wichtig, nicht irgendein Mittel zu nehmen, sondern individuell das passende Schmerzmedikament auszuwählen: „Bei der Auswahl des Wirkstoffs gilt es anderen Grunderkrankungen zu berücksichtigen.” Wer zum Beispiel einen empfindlichen Magen hat, sollte statt zu Acetylsalicylsäure zu Paracetamol greifen. Paracetamol wiederum ist bei bereits bestehenden Leberproblemen nicht empfehlenswert. „Bezüglich der Verträglichkeit und Wirkungsweise berät der Arzt oder Apotheker”, betont Kiefer.

So sehr der Kopf auch brummt - die eingenommene Menge darf die empfohlene Tageshöchstmenge in keinem Fall überschreiten. „Ergänzend sollte man versuchen, durch viel Trinken und gutes Essen die Flüssigkeits- und Salzverluste des Körpers wieder auszugleichen.”

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