München: Kondome schützen nur bedingt vor Hepatitis B

München: Kondome schützen nur bedingt vor Hepatitis B

Die Viruserkrankung Hepatitis B wird am häufigsten beim Sex übertragen.

Dennoch senken Kondome das Ansteckungsrisiko nicht auf null, erläutert Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte in München. Unter Umständen könne schon intensives Küssen zu einer Übertragung der Erreger führen, da die Viren in unterschiedlichen Konzentrationen in nahezu allen Körperflüssigkeiten vorkommen. Meist gelangten die Viren durch kleinste Verletzungen der Haut oder Schleimhaut in den Körper.

Am besten vorbeugen lässt sich Albring zufolge mit einer Impfung, da es für einen Großteil der Erkrankten bislang keine wirksame Heilungsmöglichkeit gibt. Als besonders groß gilt das Ansteckungsrisiko bei sexuellen Kontakten mit Einheimischen in China, Südostasien, Zentral- und Südafrika sowie weiten Teilen Südamerikas. Dort tragen mehr als acht Prozent der Bevölkerung das Virus in sich. Ein erhöhtes Risiko gibt es auch in Nordafrika, Japan, Teilen Südamerikas sowie Teilen Ost- und Südeuropas.

Typische Anzeichen sind Gelbfärbung der Haut, dunkler Urin, Gliederschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Allerdings bemerken nur ein Drittel der Betroffenen die Ansteckung überhaupt, weil die Symptome oft nur sehr mild ausfallen.

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