Krefeld: Kindern nur in Absprache mit dem Arzt Schmerzmittel geben

Krefeld: Kindern nur in Absprache mit dem Arzt Schmerzmittel geben

Das Kind ist quengelig, schläft schlecht, hustet, schnieft oder hat leichtes Fieber.

In der Sorge um die Gesundheit des Kindes greifen in solchen Momenten viele Eltern zu freiverkäuflichen Schmerzmitteln wie zum Beispiel Paracetamol oder Ibuprofen. „Doch in vielen Fällen ist das gar nicht erforderlich”, sagt Tim Niehues, Leiter der Kinderklinik am Helios-Klinikum in Krefeld.

Denn nicht bei jedem Wehwehchen sind Medikamente erforderlich oder überhaupt wirksam. „Generell sollten Schmerzmittel niemals auf Verdacht oder auch als Vorbeugung gegeben werden.” Auch wenn die niedrig dosierten Zäpfchen oder Säfte für Kinder als gut verträglich gelten: „Es sind Medikamente mit Nebenwirkungen, das darf man nicht vergessen”, warnt der Kinderarzt.

Besonders wenn Kindern häufig Schmerzmittel gegeben werden, drohen Risiken. „Von einem leichtfertigen Umgang ist dringend abzuraten.” Niehues empfiehlt Eltern daher, möglichst immer in Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt zu entscheiden, ob die Gabe eines Schmerzmittels gesundheitlich erforderlich ist.