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Berlin: Kindern Flipflops nicht verbieten: Kompromisse und klare Regeln

Berlin : Kindern Flipflops nicht verbieten: Kompromisse und klare Regeln

Sommerzeit ist Flipflop-Zeit. Vor allem Kinder finden die Latschen toll, weil sie so schön luftig und leicht sind und es sie in vielen bunten Farben und Mustern gibt.

Eltern sehen das häufig anders: Sie wittern Gefahren, weil Flipflops eine glatte Sohle haben und dem labilen Kinderfuß kaum Halt bieten. Experten empfehlen, die Latschen dennoch nicht generell zu verbieten. „Eltern sollten den Wunsch, die Flipflops zu tragen, nicht komplett ignorieren ”, sagt Karin Jacob von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (BKE).

Häufig bestehe bei den Kindern eine Art „Gruppendruck”, Flipflops anzuziehen, weiß die Expertin. Bei einem kompletten Verbot, könnte das Kind leicht enttäuscht werden: „Das Kind kann denken, dass alle anderen die Latschen tragen dürfen, nur die eigene Mami die Flipflops verbietet”, glaubt Jacob. Stattdessen sollten Mütter und Väter Ausnahmen erlauben und dabei klare Regeln aufstellen, wann und wo die Latschen getragen werden dürfen. „Wenn die Eltern kompromissbereit sind, sind es die Kinder meist auch”, ist sich die Psychologin sicher.

Wichtig sei es vor allem, dem Kind genau zu erklären, warum es die Flipflops in bestimmten Situationen nicht tragen soll. Den pauschalen Satz „das ist gefährlich” könnten Kinder meist nicht verstehen. Besser seien konkrete Beispiele wie: „Schau, du hast gar keinen Halt in den Flipflops, daher wackelst du beim schnellen Laufen hin und her”, oder „Beim Fahrradfahren kannst du abrutschen und dich verletzen”. Solche Ratschläge seien für die Kleinen nachvollziehbar, „und meistens sind die Kinder dann auch einsichtig”, so Jacob.