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Berlin: Jeder Achte leidet irgendwann unter Depressionen

Berlin : Jeder Achte leidet irgendwann unter Depressionen

Depressionen sind laut Experten die häufigste psychische Erkrankung in Deutschland. Betroffen seien gegenwärtig rund vier Millionen Menschen, also 5 Prozent der Bevölkerung, teilt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin mit.

Insgesamt entwickelten 12 bis 15 Prozent der Bevölkerung im Laufe des Lebens irgendwann eine Depression, teilt die DGPPN aus Anlass des Welttages für psychische Gesundheit (10. Oktober) mit.

Am häufigsten seien Männer und Frauen zwischen 30 und 40 Jahren betroffen, erläutert DGPPN-Präsident Prof. Wolfgang Gaebel. „Doch in den letzten Jahren hat sich herausgestellt, das viele Patienten bereits im Alter von 16 bis 20 Jahren erstmals an der seelischen Störung erkranken.” Frauen seien doppelt so häufig wie Männer betroffen.

Verantwortlich sei keine „persönliche Schwäche”, sondern eine neurobiologische Störung seelischer Funktionen. „Besondere Lebensumstände wie eine Trennung, Arbeitslosigkeit oder der Tod des Partners können das Auftreten einer Depression begünstigen.”

Anzeichen einer Depression sind den Angaben zufolge neben einer gedrückten Stimmung und Antriebsmangel auch körperliche Symptome - von Schlaflosigkeit und Appetitstörungen bis hin zu Schmerzen. Halten diese Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollte ein Facharzt aufgesucht werden.